Lte, der Einstieg ins neue mobile Internet
Lte soll der Nachfolger aller mobilen Internet Vorläufer wie HSDPA, UMTS, GPRS und EDGE werden. Lte ist die einfach zu merkende Abkürzung für Long Term Evolution.
Bisher gibt es schnelles mobiles Internet nur via UMTS / HSDPA. Lte basiert fast auf den gleichen Übertragungsstandards, nutzt aber Bandbreiten zwsichen 1,4 bis 20 MHz. So wird die Verfügbarkeit des Lte Netzes um ein vielfaches gesteigert.
Datendownloads von bis zu 300 Mbit/s sind von den Entwicklern angestrebt. Tests von T-Mobile und Nortel Networks haben ergeben, dass bei einer fahrenden Geschwindigkeit von 70 km/h sogar noch Downloads von bis zu 170 Mbit/s möglich sind. Möglich machen dies, verschiedene Übertragungstechniken wie z.B. MIMO, QAM und OFDM. Um dies zu ermöglichen, kommen mehrere Antennen zum Einsatz. Diese erlauben das Senden und Empfangen größerer Bitraten. Interessant sind nicht nur die hohen Bitraten, sondern auch die kurze Latenzzeit. Mit einer Verzögerung von gerade mal 30 Millisekunden ist Lte schneller als UMTS. Dies ist wichtig für Videotelefonie oder HD-Streams.
Ab 2010 Lte auch in Deutschland verfügbar
Erste Tests werden erst in Japan und ein paar anderen Ländern flächendeckend durchgeführt. Ab dem Jahr 2010 soll es dann auch in Deutschland so weit sein. Aber werden die Anbieter auch dementsprechende Angebote machen? Technisch gesehen sollte es kein Problem sein, doch wie sieht es spätern mit den Bilanzen aus? Kunden des mobilen Internets werden mit Lte dann bestimmt keine SMS mehr versenden oder gar noch die teuren Telefonate führen. All das ist dann über den Datenverkehr günstiger möglich. Man denke nur an Skype, ein VoiP Anbieter, der diese Technik bereits über das normale DSL betreibt. Möglich ist dies auch über UMTS, aber da haben die DSL Anbieter vorgesorgt. Mit einem Datenvolumen von 5 GB. Wer dieses Datenvolumen verbraucht hat, wird von der schnellen UMTS Geschwindigkeit auf GPRS oder gar EDGE gedrosselt.
Wie alles vor Lte begann
1992 wurde mit dem Global System for Mobile Communications, kurz GSM, begonnen. GSM konnte Datenpakete mit einer Datenrate von gerade mal 9,6 Kbit/s empfangen. Das heißt, der Empfang einer einfachen Mail konnte unter Umständen schon mal 10 Sekunden dauern.
Ein wenig schneller wurde es mit GPRS. GPRS (ausgesprochen General Packet Radio Service) brachte es schon auf 50 Kbit/s. Doch mit dessen Nachfolger Enhanced Data Rates for GSM Evolution (EDGE) beschleunigte das mobile Internet auf immerhin 384 Kbit/s. Auf die gleich Datengeschwindigkeit kommt UMTS. UMTS heisst: Universal Mobile Telecommunication System. Mit HSPA wurde UMTS schnelle. Bis zu 42 MBit/s sind so möglich. HSPA ist die Abkürzung für High Speed Packet Access. Mit HSDPA (High Speed Download Packet Access) lassen sich schnelle Downloads erledigen, mit HSUPA (High Speed Uplink Packet Access lassen sich Daten mit bis zu 5,8 MBit/s schnell versenden.
Die nächste Evolutionsstufe ist nun das Lte. Diese Long Term Evolution ist ein weiterer Schritt in Sachen mobiles Internet. Die Lte Technik ist bereits die vierte Generation des Mobilfunkstandards. Mit Lte sollen breitbandige Verbindungen mit bis zu 170 MBit/s und mehr möglich sein. Regionen, welche mit DSL unterversorgt sind, sollen durch diesen Lte-Standard mit schnellem Internet verbunden werden.
Auch Lte ist nicht das Ende der Entwicklung. Firmen tüfteln bereits an weiteren Entwicklungen. Auch mit Funkstandards wie WiMAX wird derzeit getestet.