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Sicherheitslücke bei Datensätzen von Unitymedia und Arcor
18.03.2010, Osnabrück
Bild: Unitymedia

Nicht nur bei Steuersündern, die ihr Geld in Liechtenstein oder anderen Steueroasen bunkern wollen, gelangen persönliche Daten immer wieder durch Datenlücken zutage. Auch die Daten von arglosen Kunden verschiedener Unternehmen sind schon das eine oder andere Mal durch Sicherheitslücken an die Öffentlichkeit gelangt. Nun scheinen auch bei den Telekommunikationsanbietern Arcor und Unitymedia Datensätze nach außen gelangt zu sein. Insgesamt soll es sich um rund 200.000 Datensätze handeln, die sich aktuell auf dem Schwarzmarkt in Umlauf befinden sollen.

Datensätze sind nicht aktuell

Gerade Telekommunikationsunternehmen, die Hunderttausende oder Millionen von Kundendaten horten, müssen entsprechende Vorkehrungen treffen, um Sicherheitslücken so gut wie möglich ausschließen zu können. Im Fall von Arcor dürften die Datensätze von rund 5.000 Kunden über ein Callcenter herausgeschleust worden sein. Beim Anbieter Unitymedia soll es sich um rund 200.000 Datensätze handeln. Diese sind jedoch nicht unbedingt aktuell, sondern stammen wahrscheinlich aus dem Jahr 2000. Die Datensätze enthalten überdies hinaus angeblich zwar Namen, Adressen und Telefonnummern, jedoch sollen sich keine Kontodaten dabei befinden.

Aus Fehlern lernen ...

Im Fall Arcor soll das Problem laut dem Mutterunternehmen Vodafone bereits seit Ende letzten Jahres erkannt worden sein. Die betroffenen Kunden konnten aber über die Situation bisher nicht informiert werden, da die Datensätze von den Ermittlungsbehörden bisher nicht weitergeleitet worden wären. Insofern hatte der Telekommunikationsanbieter keine Möglichkeit, diese Datensätze zu überprüfen und die entsprechenden Kunden, deren Daten scheinbar an die Öffentlichkeit gedrungen sind, darüber zu informieren. Wie die Daten genau aus dem Unternehmen gelangt sind und wer hierfür verantwortlich war, ist bisher noch nicht bekannt. Lediglich im Fall Arcor scheint man zu wissen, dass ein Sicherheitsleck bei einem Callcenter-Betreiber dafür verantwortlich sein dürfte. Wie genau dieses aussieht, konnte bisher nicht eruiert werden. Selbstverständlich sind die Telekommunikationsunternehmen bestrebt, ähnliche Vorfälle in der Zukunft so gut wie möglich zu unterbinden. Man wird auch aus solchen Fehlern lernen und den Sicherheitslücken künftig einen Riegel vorschieben.

Autor: Redaktion TOP-DSL
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