| Newsticker | |
| Heute | Vodafone setzt sich an die Spitze |
| Gestern | Weltpremiere: Telekom sucht Nachwuchsschauspielerin |
| 23.05.2012 | Vorverkauf von Samsung Galaxy S III startet ab sofort bei O2 |
Während die Telekommunikationsanbieter um Marktanteile kämpfen, indem sie möglichst zügig ihre schnellsten Netze an die Kunden bringen, sind Wissenschaftler schon seit Jahren beim Internet 2, dessen Geschwindigkeiten bei etwa 100 GB/s liegen. Damit überträgt man einen kompletten Spielfilm auf DVD in weniger als einer Sekunde. Wenn man sich die Zukunftspläne aus Politik und Wirtschaft ansieht, bekommt man ein Gefühl dafür, dass die - gehen heute - extrem hohen Geschwindigkeiten noch nötig werden. Sogenannte intelligente Netze sollen in vielen Lebens- und Gesellschaftsbereichen wichtige Aufgaben übernehmen, für die möglichst hohe Geschwindigkeiten benötigt werden. Beispielsweise, wenn es im Straßenverkehr darum geht, Unfälle zu vermeiden oder zu erkennen und umgehend Hilfe zu ordern.
Mithilfe intelligenter Netze werden internetbasierte Dienste angeboten, die von Überwachung und Wartung bis hin zu Komfort und Lebensqualität reichen. Auch das Gesundheitswesen wird sich durch verschiedene Dienste verändern. So ist es denkbar, dass Menschen mit Sensoren ausgestattet sind, die bestimmte Organe überwachen. Bei Störungen senden diese Sensoren eine Nachricht in Form eines Codes oder sogar einer Beschreibung inklusive Standortdaten zu einem ärztlichen Bereitschaftsdienst, der dann reagieren kann. Im Straßenverkehr kann die Entwicklung eines Staus vorausberechnet werden und Maßnahmen eingeleitet werden.
Gebäude zu vernetzen ist ein Konzept, das nicht neu ist, aber technisch noch in den Kinderschuhen steckt. Erste Stromzähler, die den Verbrauch von überall ablesbar machen, gibt es bereits. Wenn es nach den Versorgungsunternehmen geht, soll die Kontrolle für den Verbrauch von Strom, Wasser und anderen Quellen sehr viel effektiver werden. Einzelne Steckdosen könnte man steuern und so Stromfresser sehr schnell ausfindig machen. Die Klimatisierung und Temperaturregulierung könnte besser gesteuert werden. In vernetzten Gebäuden wäre es auch denkbar, dass Lebensmittelvorräte in einer Art Warenwirtschaft vollautomatisch reguliert werden.
Theoretisch wäre sogar denkbar, dass Hersteller ihre verkauften Geräte mit Kommunikationstechnik ausstatten, die es beispielsweise erlaubt, das Verschleißen von mechanischen Teilen zu erkennen und den Kundenservice in Gang zu setzen oder Ersatzteile automatisch zu versenden. Um immer weniger muss man sich selbst kümmern. Die Datenströme wären enorm und bis die Infrastruktur und auch die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen sind, vergehen sicher noch etliche Jahrzehnte.
Die Anfänge sind bereits gemacht, viele der angeführten Szenarien in Planung oder in sogar in ersten Umsetzungen. Wenn man die Entwicklung und die Geschwindigkeit, mit der sie voranschreitet, beobachtet, muss man erkennen, dass wir längst an einem Punkt angelangt sind, wo wir nicht nur einzelne Menschen als internetabhängig bezeichnen müssen, sondern die gesamte globale Gesellschaft. Ein Gedankenspiel, bei dem man nur allein das Internet abschaltet, zeigt die massiven Auswirkungen.
Speziell die Wirtschaft würde es zu spüren bekommen, wenn der Marketing- und Absatzkanal Internet fehlen würde. Bestellungen würde man wieder per Telefon oder per Post abwickeln. Das gemeinsame Arbeiten an Projekten, wie beispielsweise Konstruktionen sind nicht möglich. Zeichnungen müsste man per Post verschicken, anstatt sie über einen Server verfügbar zu machen. Der Aufwand, mit dem man Niederlassungen oder externe Mitarbeiter verwalten müsste, ginge extrem nach oben, was sich auch in den Produktpreisen niederschlagen würde. In sehr vielen Bereichen ginge die Weiterentwicklung sehr viel langsamer voran.
Die Welt würde wieder größer wirken, da man mit einem Menschen auf einem anderen Kontinent teuer telefonieren müsste, anstatt sich mal eben im Video-Chat einzuloggen und sich stundenlang in ganzen Gruppen auszutauschen. Das bequem Online-Shoppen entfiele, durch das man auch einen besseren Preis-Leistungs-Überblick erhält. Von vielen Dingen würde man nur durch Zufall erfahren. Sich vor Reisebuchungen per Webcams vor Ort schon einmal umzusehen und Angebote online vergleichen entfiele ebenfalls. Man wäre gezwungen, sich wieder mühsam per Telefon, Kataloge oder lokalen Reisbüros zu informieren. Die Überprüfung der Angaben wäre ungleich schwieriger.
Zusammenbrechen würde die Gesellschaft sicher nicht, aber es wäre gewaltiger Schritt zurück. Einziger Vorteil: Menschen würden sich wieder mehr direkt begegnen, was die Sozialkompetenz einer Gesellschaft erhöht. Es ist traurig, wenn Nachbarkinder von der Schule kommen und dann den PC anschmeißen, um zu chatten, anstatt sich am Gartenzaun zu treffen und gemeinsam etwas zu unternehmen.
Ein weiterer Aspekt, der ohne Internet vielleicht besser dran wäre, ist die Natur. Der Energiebedarf, den die Internetnutzung verursacht, entspricht umgerechnet allein in Deutschland der Stromproduktion von rund drei bis vier Kohlekraftwerken pro Jahr. So errechnete es kürzlich der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland ). Andererseits muss man auch sehen, wie viele Naturschutz-Projekte ohne das Internet gar nicht existieren würden, weil niemand von den Problemen wüsste. Es ist spannend und faszinierend, welche Möglichkeiten das schneller werdende Internet bietet, aber gleichzeitig sollte mindestens ein Plan B existieren, falls diese Lebensadern mal einen Infarkt bekommen.
Informationen zum Thema LTE, dem neuen Mobilfunkstandard finden Sie hier auf Top-DSL.com. LTE, der Nachfolger von UMTS und HSDPA.
Sind Handys mit dem Andriod Betriebssystem besser als das iPhone? Top-DSL.com testete verschieden Smartphones. Lesen Sie hier die aktuellen Kurztests.
Interessante Angebote von den UMTS Anbietern für mobiles Internet. Lukrativer Preis gute Hardware oder doch beides? | Preis* (Monat) |
|
Effektivpreis (Monat) |
|
Anbieter Tarif |
|
Speed kBit/s |
|
Tarifleistungen | zum Anbieter | |||||
| 24,99 € Tarifdetails |
27,77 € Erklärung |
congstar KOMPLETT 1 16000 Ohne Mindestvertragslaufzeit |
16.000 | |||||||||||
| 29,95 € Tarifdetails |
30,81 € Erklärung |
Telekom Call & Surf Basic |
2.048 | |||||||||||
| 39,99 € Tarifdetails |
36,92 € Erklärung |
1&1 Doppel-Flat 50000 |
50.000 | |||||||||||