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Missbrauchsverfahren gegen Telekom eingestellt
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08.05.2008, Bonn
Die Bundesnetzagentur hat die Missbrauchsverfahren gegen die Deutsche Telekom eingestellt. Aufgrund des starken Anstiegs der TAL-Nachfrage kam es bei der Telekom zu einem erheblichen Rückstau von TAL-Umschaltungen auf die Wettbewerber. Bedingt dadurch konnten diese ihren DSL Kunden oft nur mit erheblichen Zeitverzögerungen Telefon- und DSL-Anschlüsse bereitstellen. Wegen entsprechender Anträge von Arcor und Telefonica hatte die Bundesnetzagentur Ende vergangenen Jahres Missbrauchsverfahren gegen die Telekom eingeleitet und im Rahmen dieser Verfahren umfassende Ermittlungen angestellt. Diese Ermittlungen ergaben viele Details der TAL-Bereitstellung, die in Summe genommen erhebliche Zweifel an der Unbedenklichkeit der bisher üblichen Bereitstellungspraxis aufkommen ließen. "Die Einstellung der Verfahren konnte nur erfolgen, weil die Deutsche Telekom unter dem Druck möglicher Entscheidungen den Auftragsstau abgebaut hat. Gleichzeitig hat sie sich mit den Beschwerde führenden Wettbewerbern vertraglich auf verbesserte Bedingungen für die Bestellung und die Bereitstellung von TAL geeinigt. Ich begrüße, dass die Deutsche Telekom den Missbrauchsvorwurf selbst beseitigt hat und es nicht auf eine streitige Entscheidung durch uns hat ankommen lassen. Es ist immer vorteilhafter, wenn es bei streitigen Themen am Ende zu freiwilligen Lösungen kommt, weil so gerichtliche Auseinandersetzungen und die daraus resultierenden Unwägbarkeiten für alle Marktteilnehmer vermieden werden können", erklärte Matthias Kurth, der Präsident der Bundesnetzagentur, anlässlich der Einstellung der Verfahren.
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