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Missbräuchliche Nutzung von Verbindungsdaten: René Obermann kündigt lückenlose Aufklärung an
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26.05.2008, Bonn
Bei der Deutschen Telekom kam nach derzeitigen Erkenntnissen im Jahr 2005 und vermutlich auch im Jahr 2006 zur missbräuchlichen Nutzung von Verbindungsdaten. Die der Telekom zur Kenntnis gebrachten Vorwürfe betreffen kein illegales Abhören von Gesprächen sondern um Angaben zu Uhrzeit, Länge und Teilnehmern von Gesprächen. "Ich bin über die Vorwürfe zutiefst erschüttert. Wir nehmen den Vorgang sehr ernst. Wir haben die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und werden sie bei ihren Bemühungen um eine lückenlose Aufklärung unterstützen", sagt Telekom-Chef René Obermann. Aktuell wurde eine renommierte Kölner Anwaltskanzlei auf Wunsch von Vorstand und Aufsichtsrat mit der unabhängigen und rückhaltlosen Untersuchung der Vorfälle beauftragt. Auf Anordnung Obermanns wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, um auch eine zeitnahe strafrechtliche Klärung zu ermöglichen. Schon am 14. Mai wurde durch die Telekom Anzeige erstattet. Im Sommer letzten Jahres war die Telekom aufgrund interner Hinweise schon einem Einzelfall nachgegangen und konnte diesen Vorfall aufklären. Die Erkenntnisse dieser Ermittlung hatten seinerzeit zu weitreichenden personellen und organisatorischen Veränderungen in der Sicherheitsabteilung geführt. Die Abteilung wurde komplett umstrukturiert und mit neuen Kontrollmechanismen ausgestattet. "Wir haben uns angesichts der erkennbaren Schwachstellen und hohen Sensibilität dieses Bereichs für unser Unternehmen der Unterstützung eines langjährigen und erfahrenen Experten aus dem polizeilichen Bereich des Bundesinnenministeriums versichert: Ministerialdirektor a. D. Reinhard Rupprecht wurde noch in 2007 als Sicherheitsbevollmächtigter des Vorstands eingesetzt", erklärt Obermann. Am 28. April 2008 wurden dem Telekom-Vorstand nun neue, deutlich umfassendere und gewichtigere Vorwürfe bekannt. René Obermann zu den Vorwürfen: "Mit unserem Vorgehen wollen wir höchst mögliche Transparenz erreichen und der Strafjustiz ermöglichen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Zudem haben wir als Vorstand gemeinsam mit dem Präsidialausschuss des Aufsichtsrats bereits eine erfahrene und angesehene Anwaltskanzlei beauftragt, eine rückhaltlose Aufklärung aller behaupteten Missbräuche durchzuführen."
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