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Fast jeder zweite Haushalt hat einen DSL-Anschluss
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19.12.2007, Bonn
Gestern legte die Bundesnetzagentur ihren Taetigkeitsbericht im Bereich Telekommunikation vor. Dieser zeigt auf, dass die Breitbandanschlussmärkte in den vergangenen zwei Jahren von einer erheblicher Marktdynamik geprägt waren. "So hat sich die Zahl der vermarkteten Breitbandanschlüsse im Berichtszeitraum nahezu verdoppelt. Damit hat Deutschland im europäischen Vergleich seine Position bei der Breitbandpenetration überdurchschnittlich verbessert. Im zweiten Quartal 2007 wies Deutschland eine Breitbandpenetration bezogen auf die Zahl der Bevölkerung von etwa 21 Prozent (entspricht ca. 44 Prozent der Haushalte) auf und lag damit deutlich über dem Durchschnitt der europäischen Länder (ca. 18 Prozent). Im dritten Quartal 2007 erhöhte sich die Breitbandpenetration der Haushalte weiter auf über 47 Prozent. Deutschland gehört damit hinsichtlich der Breitbandversorgung zu den führenden Flächenländern", stellte Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, fest. Die jüngsten deutlichen Wachstumsraten bei den DSL-Anschlüssen haben jedoch auch zu Problemen geführt. Es gebe einen großen Auftragsstau bei der Bereitstellung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL). Ungeachtet der Frage, ob hier eine bewußte Diskriminierung der Wettbewerber vorliege, was derzeit geprüft werde, appellierte Kurth an die Deutsche Telekom, den entstandenen Auftragsstau schnellstmöglich abzuarbeiten. Wechselwillige DSL Kunden dürften nicht dadurch verschreckt werden, dass die Vorprodukte nicht zeitnah geliefert werden. Der Markt und die Kunden dürften erwarten, dass die Telekom bei der Betreuung ihrer Carrierkunden die gleichen Anstrengungen unternimmt, wie im Bereich ihrer Endkundenleistungen. Zuletzt hatten die DSL-Anbieter Arcor und Telefonica einen Antrag auf ein Missbrauchsverfahren gegen die Telekom gestellt.
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