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Nach langen Monaten der Unsicherheit, ob die Behörden in den USA der Übernahme von T-Mobile USA durch AT&T zustimmen, hat der amerikanische Telekommunikationskonzern AT&T selbst die Aktion gestoppt. Der Deutschen Telekom, deren Tochter die T-Mobile USA, muss somit auf die umgerechnet 30 Milliarden Euro verzichten, die sie zum Abbau von Schulden verwenden wollte. Dass die Deutsche Telekom zumindest zwischen 7,5 Prozent bis 8 Prozent der Summe trotzdem erhält, liegt an der Entschädigungsvereinbarung, die zwischen den beiden Telekommunikationsunternehmen getroffen wurde. Demnach erhält die Deutsche Telekom 3 Milliarden Dollar in bar und den Rest in Frequenzpaketen und anderen Leistungen.
Dass AT&T seinerzeit dieser Vereinbarung zustimmte, sehen Beobachter als Indiz dafür, dass sich das amerikanische Unternehmen bezüglich einer Zusage für den Deal durch die Behörden sehr sicher war. Prüfende Behörden waren das Justizministerium und die FCC, die Telekommunikationsaufsicht. Zusätzlich war eine Klage vonseiten des Mitbewerbers Sprint Nextel anhängig. Wäre die Übernahme geglückt, hätte sich AT&T auf Platz 1 der Anbieter auf amerikanischem Boden geschoben und Verizon Wireless auf Platz 2 verwiesen. Nextel wäre auf Platz drei geblieben, es hätte jedoch keine potente Nummer vier mehr gegeben, um die Preisstabilität zu wahren. So jedenfalls argumentierten Gegner der Transaktion. T-Mobile und AT&T hielten dem eine bessere Netzabdeckung und die Schaffung von Arbeitsplätzen entgegen.
Als sich abzeichnete, dass die Behörden wohl nicht so einfach zustimmen würden, baten sich T-Mobile und AT&T eine Aussetzung der kartellrechtlichen Überprüfung aus, um weitere Möglichkeit zur Umsetzung ihrer Ziele zu prüfen. Die Aktien beider Unternehmen waren nach Bekanntwerden der möglichen Absage durch die Behörden sofort nach unten gegangen. In der letzten Woche sprachen beide Firmen erstmal offen über eine eventuelle Aufgabe ihrer Transaktion. Die heftige Kritik ließ die Unternehmen am Festhalten ihrer Pläne zweifeln, auch wenn dies ihrer Ansicht nach für amerikanische Kunden einen weiterhin bestehenden Mangel an Frequenzen bedeute, mit welchen man eine bessere Versorgung hätte bieten können.
T-Mobile USA wird nach dieser Entscheidung weiterhin als Teil der Telekom geführt und taucht entsprechend auch in den Bilanzen auf. Das Dividendenversprechen, Anteilseignern 70 Cent pro Aktie auszuzahlen, will die Deutsche Telekom einhalten.
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