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Lange erwartet haben viele die Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen, die durch die digitale Dividende frei geworden sind. Im ersten Halbjahr diesen Jahres sollen die Frequenzen unter den Hammer kommen und unter den Bietern neu aufgeteilt werden. Doch nicht alle warten scheinbar schon sehnsüchtig auf die Auktion der Mobilfunkfrequenzen, die nun von Rundfunksendern nicht mehr benötigt werden.
So hat beispielsweise der Mobilfunkanbieter o2 angegeben, er erachtet das Auktionsdatum als verfrüht. Damit schlägt der Mobilfunkbetreiber einen völlig anderen Ton an, als es bei den anderen Anbietern der Branche der Fall ist. Immerhin erwarten sich einige Anbieter dadurch eine Chance, um neue Marktanteile zu gewinnen, aber vor allem auch die eigenen Kapazitäten zu erhöhen, was gerade bei der steigenden Nachfrage nach Datenprodukten das Gebot der Stunde zu sein scheint. Bisher war das Datum für die Versteigerung der Frequenzen mit dem 12. April festgesetzt und die Bundesregulierungsbehörde macht auch nicht unbedingt den Eindruck, den Termin noch einmal verschieben zu wollen. o2 hat jedoch im Rahmen der Mobilfunkmesse Barcelona angegeben, dass auch der Markt kein Interesse daran habe, die Auktion verfrüht und schon am 12. April durchzuführen.
o2 wünscht sich hier einen späteren Termin. Seine Meinung begründet o2 damit, dass die Technologie, die notwendig ist, um die Mobilfunkfrequenzen, die zur Auktion stehen und die ehemals von Rundfunkanstalten genutzt wurden, noch gar nicht zur Verfügung steht. Frühestens in zwei oder drei Jahren werde man erst so weit sein, um die Frequenzen auch verlässlich für den kommerziellen Gebrauch nutzen zu können. Vor allem die von vielen Geräteherstellern geplante Umstellung auf den neuen Standard LTE macht o2 hierbei Sorgen. Denn die neue LTE-Technik könne noch nicht mit den neuen Frequenzen genutzt werden. Der Mobilfunkprovider pocht daher auf eine spätere Auktion. Möglicherweise möchte o2 hier aber auch Zeit gewinnen, um eine bessere Bieterposition zu schaffen oder aber auch auf die Auktionsbedingungen noch einmal einwirken zu können.
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