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Tiscali benennt Director Legal & Regulatory Strategy
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04.05.2004, München
München, 4. Mai 2004 – Frederick Iwans, 36, ist als Director Legal & Regulatory Strategy in die Geschäftsleitung der Tiscali Deutschland eingetreten.
Nach Positionen bei Motorola und Computer Associates war der Wirtschaftsjurist seit Anfang 1998 in verschiedenen führenden Funktionen bei MCI (vormals MCI WorldCom) beschäftigt, zuletzt als Country Manager Germany. Mit dem Eintritt von Herrn Iwans möchte Tiscali unter anderem der wachsenden Bedeutung von regulatorischen und strategischen Aspekten für Tiscali Rechnung tragen, die zukünftig starken Einfluss auf die Geschäftsmodelle des Unternehmens haben werden.
Besondere Sorge bereitet Herrn Iwans gegenwärtig die Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG), die derzeit im Vermittlungsausschuss auf der Agenda steht. Iwans: „Die seit 1998 erzielten Vorteile für Verbraucher in der Festnetztelefonie dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Deutsche Telekom in den meisten Marktsegmenten nach wie vor eine überwältigende Dominanz besitzt. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass bei den verbleibenden Streitpunkten eine gesetzliche Regelung gefunden wird, die den Wettbewerb nicht bereits im Keim erstickt".
Wesentliche Aspekte sind für Herrn Iwans in diesem Zusammenhang unter anderem die Verpflichtung der Deutsche Telekom zu sogenannten "ungebündelten" Resale-Angeboten. Diesbezüglich dürfe es zukünftig nicht lediglich im Ermessen der Regulierungsbehörde stehen, das Angebot solcher Produkte anzuordnen; vielmehr müsse gesetzlich sichergestellt werden, dass die Regulierungsbehörde die Deutsche Telekom zu dieser Vorleistung verpflichten muss. Ebenso erachtet Herr Iwans die zeitnahe Bereitstellung von Bitstromzugang für unabdinglich, um mittelfristig einen innovativen und verbraucherfreundlichen Wettbewerb im Breitbandmarkt zu schaffen.
Des weiteren kritisiert Herr Iwans die Bestrebungen des Gesetzgebers, eine Branche, die sich ohnehin bereits in einer äußerst schwierigen Situation befindet, mit weiteren Kosten zu belasten - sei dies durch die Abwälzung primär staatlicher Aufgaben (Überwachung, Datenvorratsspeicherung zu Ermittlungszwecken) oder durch die vorgesehene Erhebung eines TK-Beitrags.
Unterstützung erhofft sich Tiscali zukünftig auch durch die Initiative Europäischer Netzbetreiber (IEN), der Tiscali kürzlich beigetreten ist. Diese Initiative, in deren Rahmen sich Tiscali mit einigen anderen führenden europäischen Netzbetreibern zusammengeschlossen hat (British Telecommunications, Colt Telecom, Cable & Wireless sowie MCI), hat zum Ziel, die in den jeweiligen Unternehmen vorhandenen europäischen Erfahrungen in ihre Bemühungen für eine wettbewerbsorientierte Politik in Deutschland einzubringen. Iwans: „Der Beitritt Tiscalis in die IEN spiegelt auch die Bedeutung wider, die das Unternehmen mittlerweile in Deutschland und im übrigen Europa erreicht hat".
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