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Musicload präsentiert Vermarktungsideen für legale Tauschbörsen
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14.03.2005, Hannover
Die Playlist auf dem Rechner des Bekannten einsehen, sich den Lieblingshit aussuchen und direkt von da legal downloaden – Zukunftsmusik? Bald vielleicht nicht mehr: Musicload führt zur CeBIT im Rahmen eines Business-Frühstücks modellhaft vor, wie legales Peer to Peer funktionieren könnte. Wer beneidet nicht gelegentlich echte Musikkenner um umfangreiche Sammlungen digitaler Musiktitel auf ihren Rechnern? Einfach darauf zugreifen und downloaden ist jedoch illegal. Musicload denkt nun über neue Wege nach, wie der Musiktausch zwischen Privatleuten legal und unter Berücksichtigung der Rechteinhaber organisiert werden könnte. „Wir wissen, wie erfolgreich illegale Tauschbörsen funktionieren“, sagt Susanne Peter, Director Marketing and Sales Musicload von T-Online. „Leider fehlt im legalen Musikvertrieb bisher das entsprechende Angebot. Und das ist eine bisher nicht genutzte Chance zur Bildung einer echten Community.“ Wie soll legales Peer to Peer funktionieren? Das ursprüngliche Prinzip von Internet-Tauschbörsen wird beibehalten – allerdings mit einigen Unterschieden. Zum einen werden die Rechteinhaber in das System miteingebunden. Außerdem gewährleistet der Anbieter weiterhin eine hohe Qualität der Dateien. Das Peer-to-Peer-Modell führt vor, wie die Nutzer zukünftig untereinander in Kontakt treten, sich Musiktitel empfehlen und diese legal austauschen können.
Einfaches Prinzip Folgendes Szenario könnte sich beim legalen Peer to Peer abspielen: Kunde A ist Käufer bei einem Musikportal. Dort hat er seinen eigenen Musikshop angemeldet und Playlists zusammengestellt. Diese kann er nun dem Kunden B zur Verfügung stellen, der so die Möglichkeit hat, die mit Kommentaren und Empfehlungen versehenen Playlists anzusehen und nach favorisierten Songtiteln zu durchsuchen. Im nächsten Schritt kann er die Titel direkt von der Festplatte des Anbieters A auf den eigenen Rechner downloaden. Die übertragenen Dateien sind mit den legal erworbenen digitalen Rechten des Anbieters versehen, so dass es zu keiner Verletzung der Urheberrechte kommt. Pro Song bezahlen die User eines solchen Services weiterhin ein Entgelt – und auch der private Anbieter geht nicht leer aus. Für die Weitervermittlung erhält er beispielsweise Bonuspunkte, die er beim nächsten Besuch des von ihm favorisierten Musikportals in neue Musikkäufe investieren kann. Nutzer kommunizieren lassen und die Community fördern – dabei Anreize für den legalen Tausch von Musikdateien geben: Diese Idee stellt Musicload auf der CeBIT vor. Musicload von T-Online startete am 11. Oktober 2003. Das Portal zählt heute zu den führenden Anbietern für legalen Musikdownload. Musicload erreichte im Jahr 2004 rund 4.000.000 Downloads. Inzwischen laden User monatlich etwa 1.000.000 Songs herunter. Mit nahezu 450.000 Tracks im Angebot ist Musicload besonders bei den Top Ten Single Charts erfolgreich. Die Plattform von T-Online arbeitet mit allen großen Plattenfirmen sowie mit Independent Labels zusammen. Ein Titel kostet bei Musicload zwischen 99 Cent und 1,59 Euro, ein Album gibt es ab 9,95 Euro.
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