08.08.2005, Hamburg
In einem deutlich verschärften Wettbewerbsumfeld bleibt die freenet.de AG weiter auf Wachstumskurs. Die Gesamtumsätze konnten im zweiten Quartal 2005 gegenüber dem Rekordniveau des 1. Quartals 2005 nochmals um 22 Prozent auf 178,28 Millionen Euro zulegen; gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres beträgt der Anstieg knapp 63 Prozent. Nach Abzug der bezogenen Leistungen in Höhe von 100,65 Millionen Euro errechnet sich ein Rohertrag für das 2. Quartal von 77,63 Millionen Euro - ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres; dies entspricht einer Rohertragsmarge von knapp 44 Prozent.
Bei einem Gesamtumsatz von 324,54 Millionen Euro errechnen sich für das 1. Halbjahr 2005 folgende Ergebnisse und Zuwachsraten im Vergleich zum 1. Halbjahr 2004: Das EBITDA stieg um 7 Prozent auf 67,74 Millionen Euro (davon 31,15 Millionen Euro in Q2/2005). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 9 Prozent auf 48,40 Millionen Euro (davon 20,35 Millionen Euro in Q2/2005), und das Konzernergebnis um 11 Prozent auf 29,92 Millionen Euro (davon 12,49 Millionen Euro in Q2/2005). Die traditionell schwache Internetnutzung in den Sommermonaten sowie hohe Marketingaufwendungen für TV-Werbung und für die Einführungskampagne zum DSL-Angebot der akquirierten STRATO-Gruppe führten im zweiten Quartal 2005 zu einem planmäßigen Rückgang der Ergebnis-Kennziffern im Vergleich zum Vorquartal (alle Ergebnisse Q1/2005: EBITDA 36,59 Millionen Euro, EBT 28,06 Millionen Euro, Konzernergebnis 17,43 Millionen Euro). Deutlich gestiegen im Vergleich zum Ende des ersten Quartals 2005 sind die liquiden Mittel, und zwar um fast 31 Millionen Euro oder 34 Prozent auf 121,9 Millionen Euro. "Das zeigt, dass wir die Akquisitionen, die Ende des vierten Quartals 2004 von uns getätigt und im Laufe des ersten Halbjahres 2005 bezahlt wurden, sehr gut verkraftet haben", kommentiert Eckhard Spoerr, Vorstandsvorsitzender der freenet.de AG.
Umsatzstärkstes Segment bleibt mit Abstand der Internetzugang mit 79,88 Millionen Euro - ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal. Durch die erfolgreiche DSL-Kundengewinnung liegt die Gesamtzahl der Internet-Kunden zum Ende Juni 2005 mit 3,71 Millionen Kunden auf dem Niveau des Vergleichsstichtages Ende Juni 2004 - trotz einer rückläufigen Schmalbandkundenzahl von rund neun Prozent im gleichen Betrachtungszeitraum. Im DSL-Geschäft schaltete sich freenet ab Mai wieder sehr aktiv in den zunehmend härteren Wettbewerb ein. Entsprechend zog die Zahl der Neukunden ab Mai 2005 nach eher verhaltenem April spürbar an: freenet gewann im zweiten Quartal 60.000 neue DSL-Kunden. Im Vergleich zum Ende des ersten Halbjahres 2004 steigerte freenet zum 30. Juni 2005 die Zahl seiner DSL-Kunden um über 150 Prozent beziehungsweise 320.000 Kunden, auf 525.000.
Im Telefoniesegement erhöhte sich der Umsatz gegenüber Q2/2004 um über 10 Prozent auf 39,71 Millionen Euro. Um ebenfalls 10 Prozent stieg dabei die Anzahl der Call-by-call-Kunden gegenüber Q2/2004, und zwar auf knapp 4,2 Millionen. Auch bei den Preselection-Kunden und Direktanschlüssen konnte freenet im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 25 Prozent weiter zulegen auf rund 570.000 - und damit das hohe Niveau des Vorquartals bestätigen. Am stärksten gewachsen ist im 2. Quartal das B2B-Segment, und zwar auf 34,57 Millionen Euro, ein Plus von über 1.500 Prozent im Vergleich zu Q1/2005 und 2.700 Prozent zu Q2/2004. Hier fließen mit der Anfang April 2005 erfolgten Konsolidierung erstmals die Erlöse des Mehrwertdiensteanbieters Next-ID (vormals Talkline ID) ein. Weiterhin sehr erfreulich entwickelt sich auch das Portalgeschäft mit einer Verdreifachung des Umsatzes gegenüber dem Vergleichsquartal auf jetzt 24,13 Millionen Euro Umsatz. "Hier zeigt sich", so Eckhard Spoerr "erstmals der Effekt der Konsolidierung der neu erworbenen STRATO-Gruppe über ein komplettes Quartal - und der Erfolg unserer Strategie, auf eine Kombination von organischem und anorganischem Wachstum zu setzen."