Viel wurde investiert, um eine möglichst flächendeckende Breitbandversorgung in Deutschland gewähren zu können. Dem Großteil der Einwohner steht ein schneller Internetanschluss zur Verfügung, mit welchem man mit akzeptablen bis hin zu Spitzengeschwindigkeiten im weltweiten Netz surfen kann. Mit dem Einsatz eines mobilen Endgerätes, wie Smartphones, Handys oder Notebooks, kommt es verstärkt zur Nachfrage nach mobilen Internetlösungen. Zwar gibt es bereits seit einiger Zeit vernünftige Angebote und Lösungen, um mobil surfen zu können. Dennoch blieben in dieser Hinsicht in der letzten Zeit Verbesserungen hinsichtlich der Übertragungsgeschwindigkeit oder sinkende Preise bei den Verbindungsentgelten aus. Es gibt zwar Provider, die mobile Internetverbindungen mit bis zu 14,4 Mbit/s anbieten, allerdings halten sich deren Angebote in Grenzen.
Diesbezüglich führte der Bundesverband Digitale Wirtschaft, BVDW, eine Studie durch. Die so genannte Mobile Monitor Studie offenbarte, dass im Jahr 2011 die Anzahl der verkauften mobilen Endgeräte erstmals größer war, als jene der stationären Computer. Bereits diese Wende lässt erkennen, dass die Nachfrage nach Angeboten für mobile Internetlösungen im Steigen ist. Insgesamt sollen in Deutschland im Jahr 2011 zehn Millionen Smartphones sowie 1,5 Millionen Tablets einen neuen Besitzer finden. Diese Ergebnisse der Mobile Monitor Studie verkündete Mark Wächter, der Vorsitzende der betreffenden Fachgruppe im BVDW. Wächter kombiniert die steigenden Verkaufszahlen der mobilen Endgeräte mit dem Ratschlag, beim Kauf einen Termin-Check durchzuführen. Immer noch gibt es sehr viele Tarife, vor allem ältere Tarife, bei welchen zwar eine bestimmte Anzahl MB in der Grundgebühr enthalten ist, aber für darüber hinausgehende Datenmengen oft horrende Summen verrechnet werden. Daher empfiehlt Wächter, sich vor allem bei häufiger Nutzung einen Tarif mit einer Daten-Flatrate zu suchen. Dadurch lassen sich unerwartet hohe Kosten ausschließen.Die Anzahl der Tarife für mobiles Internet ist ebenso wie deren Preisniveau gleichbleibend. Es sind kaum sinkende Preise zu erwarten. Ebenso gibt es auch hinsichtlich der Übertragungsgeschwindigkeiten beim mobilen Internet kaum Verbesserungen. Der BVDW verglich zahlreiche Tarife für mobile Datenflatrates. Dafür wurden lediglich jene Angebote berücksichtigt, bei welchen die Übertragungsgeschwindigkeit erst gedrosselt wird, nachdem ein Volumen von fünf GB erreicht wird. Dabei stellte sich heraus, dass die günstigste Flatrate für mobiles Internet um 14,99 Euro pro Monat zu bekommen ist. Bei diesem Angebot kann der User unbegrenzt im mobilen weltweiten Netz surfen. Es kommen keine unerwarteten Kosten dazu, und die Übertragungsgeschwindigkeit wird, wie gesagt, erst gedrosselt, wenn ein Datenvolumen von fünf GB überschritten ist. Bei den Tagesflatrates landet ein Angebot mit einem Preis von 1,99 Euro pro Tag an erster Stelle. Außerdem wurden auch Volumentarife berücksichtigt. Hier gibt es das günstigste Angebot mit 19 Cent pro übertragenem MB.
Die Mobile Monitor Studie wurde allerdings nicht das erste Mal durchgeführt. Daher ist es nun auch möglich, Vergleiche zwischen der letzten und der aktuellen Studie durchzuführen. Diese brachte durchaus nüchterne Ergebnisse. Bei der vor einem halben Jahr abgewickelten Studie wurden Übertragungsgeschwindigkeiten aufgezeichnet, die es auch heute noch gibt. In dieser Hinsicht konnten keine, oder nur kaum, Steigerungen beobachtet werden. Upstream und Downstream blieben weitestgehend gleich. Wer mobil im Internet unterwegs ist, konnte laut den letzten Testergebnissen durchschnittlich Geschwindigkeiten um die 2 Mbit/s nutzen. Bei den aktuellen Angeboten stehen auch Tarife zur Verfügung, die beim Download höhere Raten erzielen. Immerhin sind hier bis zu 7,2 Mbit/s möglich. Der BVDW empfiehlt daher allen, die sich für einen mobilen Internettarif entscheiden, nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die angebotene Übertragungsgeschwindigkeit zu achten. Denn bei geringen Preisunterschieden sind oft hohe Unterschiede bei Geschwindigkeit möglich. So kann der Geldbeutel geschont werden, und man kann dennoch Tarife nutzen, mit welchen man mit bis zu 14,4 Mbit/s im weltweiten Netz surfen kann. Und besonders bei der häufigen Nutzung des mobilen Internets kann die Übertragungsgeschwindigkeit sehr viel ausmachen, um komfortabler und mit mehr Spaß zu surfen.
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