Wenn es nach einigen Politikern im Kreis geht, soll in Flieden für den Zugang zum schnellen Internet nur Glasfaser in Betracht kommen. LTE, welches von Vodafone bereitgestellt wird, wird als Gefahr wegen der Strahlenbelastung für die Bürger abgewehrt. Vom Fraktionsvorsitzenden der Gründen im Kreistag Helmut Schönberger beanstandet, dass ihm die Sicherheitsanforderungen bei LTE nicht hoch genug sind und er dieTechnik für gesundheitsgefährdend hält. Er erachtet es rückständig, diese Technik der sonstigen Standard Glasfaser vorzuziehen. Der parteilose Markus Hofmann, der das Bürgermeisteramt anstrebt, hält die Versorgung mit LTE für unnötig, da bereits UMTS vor Ort existiert. Jede weitere Funktechnik stellt für ihn nur eine zusätzliche Strahlenbelastung dar.
Von der Gegenseite werden die Argumente und die Aussage zur Rückständigkeit scharf zurückgewiesen. Mario Klotzsche von der FDP wirft Schönberger vor, über Dinge zu reden, über die scheinbar Ahnungslosigkeit beim Redner bestehe. In Anbetracht der fast halben Million Euro, welche die Gemeinde im laufenden Jahr in den Glasfaserausbau stecken will, sei die Aussage über Rückständigkeit eine Sauerei. Gegen die Angstmacherei vor LTE merkte Klotzsche an, dass man hier einen weiltweit gängigen Mobilfunkstandard einsetzen würde, der in vielen künftigen Geräten integriert sein wird und bereits jetzt vielen Nutzern der Region Fulda und auch Flieden zur Verfügung steht, um mit schnellen Verbindungen im Internet zu arbeiten. Als Wirtschaftsfaktor ist das schnelle Internet ein nicht zu unterschätzender Aspekt, auch wenn es dabei um im Vergleich zur Glasfaser sehr viel günstigere LTE geht.
Der Vergleich von Herrn Hofmann zwischen UMTS und LTE scheitert zuweilen an der mindestens doppelten bis fast fünffachen Geschwindigkeit, die mit LTE erreichbar wäre. Diese macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn sich mehrere Nutzer eine Zelle teilen müssen. Zu Emissionen können Interessierte sich ausreichend auf den Seiten des Informationszentrums Mobilfunk www.izmf.de informieren und werden erfahren, dass man von der erlaubten Grenzwerten ein extrem geringen Bruchteil erreicht. Gefährdungspotential hat bisher keine Untersuchung bestätigten können. Möglicherweise handelt es sich einfach um das übliche regionale Politik-Geplänkel. Trotz aller Befürchtungen zu vorangegangen technischen Neuerungen im Mobilfunk, ist von wenig umweltbewußten Politikern zu hören, die kein Mobiltelefon besitzen oder sich der drahtlosen Internetzugänge für Tablet-PCs ernsthaft verweigern.
Informationen zum Thema LTE, dem neuen Mobilfunkstandard finden Sie hier auf Top-DSL.com. LTE, der Nachfolger von UMTS und HSDPA.
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