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Motorola setzt auf PCI-Express für nächste VME-Generation
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28.01.2005, Taunusstein
Mit PCI-Express-basierten VMEbus-Switched-Serial-(VXS)-Schnittstellen will Motorola Gerätehersteller und Systemintegratoren beflügeln. Vor allem sie sollen von den ökonomischen Vorteilen und der breiten Akzeptanz des Industriestandards profitieren. „Die Entscheidung, PCI Express als Standard für unsere VXS-Anwendung (VITA 41.4) zu wählen, erweitert das Spektrum von PCI Express signifikant“, sagt Wendy Vittori, Corporate Vice President und General Manager der Motorola Embedded Communications Computing Group. „Dadurch, dass wir die Vorteile dieses weit verbreiteten Standards in dem neuen Bereich Embedded Communications Computing anwenden, schaffen wir kostengünstige, leicht zu integrierende Plattformen, auf denen unsere Kunden ihre Anwendungen schnell installieren können. PCI Express ist außerdem eine geeignete Umgebung für die Computeranwendungen, die unsere Kunden momentan aufbauen.“
„Intel unterstützt Standardverbindungen, die das gesamte Angebot des PC- und Server-Markts ausnutzen, um so Leistung, Wert und Wiederverwendungsmöglichkeiten zu steigern“, sagt Anthony Ambrose, General Manager Plattform-Programme der Intel Communications Infrastructure Group. „Motorola unterstreicht seine Technologieführerschaft im Markt für Embedded Communications Computing durch die Einführung der auf PCI-Express-Technologie basierenden nächsten Generation von VME-Backplane-Architektur. Die Weiterentwicklung entspricht den Zielen der Intel Communications Alliance, zu der auch Motorola gehört. Auf VME basierende Anwendungen werden von den stark steigenden Einsatzmöglichkeiten profitieren, die durch den offenen Standard entstehen.“
Middleware-Technologie für Netzwerkanwendungen Motorola arbeitet mit Partnern, um Middleware für Network-Centric-Anwendungen bereitzustellen. Middleware ist interessant für die „US Navy Open Architecture“-Initiative, das „U.S. Army Future Combat Systems“-Programm und eine Vielzahl von Industrieanwendungen, die dezentrale Prozesse erfordern. Im Moment kooperiert Motorola mit Real-Time Innovations (RTI), einem führenden Anbieter von Datennetzwerken, um ein Two-Edge-Source-Synchronous-Transfer-Protokoll (2eSST) für den Transport über die VMEbus-Rückwandplatine (Backplane) zu entwickeln. Dadurch soll der Datentransportservice über das Netzwerk (NDDS, Network Data Distribution Service) mit dem bereits existierenden Transport über die Gigabit-Ethernet(GigE)-Schnittstellen kombiniert werden.
„Motorolas Ansatz ist sehr viel versprechend“, meint Brett Murphy, Vice President Distributed Systems von RTI. „Unsere auf NDDS basierende Standardlösung über das 2eSST-Protokoll und den VMEbus-Standard abzuwickeln, führt zu einer höheren Datenübertragungsrate zwischen den VMEbus-Platinen im VMEbus-Chassis. Außerdem ermöglicht die GigE-Verbindung, dass VMEbus-Systeme nahtlos in Network-Centric-Umgebungen der Kunden integriert werden können.“
Motorola wird die Softwareentwicklung von Middleware wie NDDS, die über 2eSST VMEbus kommuniziert, auf die VITA-41.4-Umgebung ausweiten, um die Migration über VXS zu vereinfachen. Als Teil der Weiterentwicklung der VMEbus-Plattform arbeitet Motorola auch mit den Protokollen CORBA und TIPC – Technologien, deren Verbreitung in diesem Jahr steigen soll.
Auf Basis von Erfahrungsberichten der Kunden werden die VXS-Produkte derzeit weiterentwickelt, ihre Vermarktung ist für 2006 geplant. Motorola treibt die Entwicklung von VME-Lösungen auf Systemebene in der Industrie voran. Zugleich weitet Motorola sein Engagement im Bereich Application-Enabling-Plattformen von AdvancedTCA- und PICMG-2.16-Architekturen nun auch auf die VMEbus-Architektur aus. Application-Enabling-Plattformen umfassen höchst kompatible und abgesicherte Hardware, Betriebssysteme und Middleware-Lösungen, die auf Industriestandards basieren und von einem gut entwickelten Ecosystem unterstützt werden.
„VMEbus ist die ideale Hardwareplattform, um unsere Embedded-Communications-Computing-Strategie zu erweitern“, sagt Vittori. „Unternehmen der Luftfahrt, Verteidigungstechnik, Industrieautomation und Medizintechnik, die unsere auf VMEbus basierenden Application-Enabling-Plattformen einsetzen, werden ihre Produkte schneller und mit geringeren Kosten auf den Markt bringen können, wobei die bestehenden Investitionen in die VMEbus-Technologie geschützt werden.“
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