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Bereits vor neun Jahren gab es eine Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen. Am 12. Oktober ist es wieder so weit: In einer ehemaligen Kaserne in Mainz werden die Mobilfunker wieder ihre Gebote für die zu ersteigernden Frequenzpakete abgeben können. Aber bereits vor der Versteigerung erhitzen sich die Gemüter der Interessenten. Dazu gehören vor allem die beiden großen Netzbetreiber Telekom und Vodafone und die zwei kleineren Anbieter o2 und E-Plus. Hauptgrund für die Streitigkeiten sind vor allem die Frequenzbereiche von Rundfunksendern, welche digitalisiert und somit frei wurden. Dadurch, dass diese Frequenzen niedrig-wellig und somit sehr gut für die Versorgung von ländlichen Gegenden mit drahtlosem Internet geeignet sind, ist die digitale Dividende für alle Auktionsteilnehmer so wertvoll. Diese digitale Dividende ist mit sechs Paketen à fünf Mhz relativ knapp. Da aus wirtschaftlicher Sicht ein Netz nur mit mindestens zwei Paketen funktionieren kann, kann es daher nur drei Gewinner bei der Versteigerung geben.
o2 und E-Plus setzen somit auf angepasste Auktionsbedingungen, damit nicht nur die » Telekom und Vodafone als Gewinner da stehen. Die von Regulierungschef Kurth angegebene Höchstgrenze von maximal zwei Paketen für Telekom und Vodafone wollen die beiden kleineren Netzbetreiber auf ein Paket minimieren. o2 und E-Plus hingegen sollen jeweils drei Frequenzpakete ersteigern dürfen. Dagegen wehrt sich allerdings die Telekom. E-Plus hingegen sieht die eigenen Chancen bei der Versteigerung als gering, da deren Budget nicht so hoch ist wie jenes der Konkurrenten.
Der Vorschlag von E-Plus und » o2, dass die Telekom und Vodafone zwei Frequenzpakete ersteigern dürften, wenn sie dafür andere Frequenzbereiche abgeben würden, wurde von den beiden großen Netzbetreibern gleich zurückgewiesen. Der Grund dafür ist der eventuelle Zusammenbruch aller Netze, wenn die Frequenzen umverteilt werden müssen. Die Geschäftsleitung von » Vodafone weist darauf hin, dass es dadurch nicht möglich sein wird, die weißen Flecken, welche jene Gebiete darstellen, die bislang ohne drahtloses Internet auskommen müssen, zu versorgen. Dazu wird vor allem die digitale Dividende benötigt.
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