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Anfang der Woche wurde spekuliert, ob Hacker es schafften, bei T-Mobile USA eins System einzubrechen. Hintergrund waren Angebote im Internet zu Daten und Programmen des Mobilfunkanbieters. In einem Posting wurde mitgeteilt, man wäre im Besitz entsprechender Daten, hätte diese auch bereits der Konkurrenz angeboten, allerdings sei man auf Desinteresse gestoßen. Eventuell hätte man die falsche Person kontaktiert. Daraufhin bietet man nun alles gegen Höchstgebot. T-Mobile selbst dementiert einen Hackereinbruch. Es sind zwar Untersuchungen eingeleitet worden, diese beziehen sich aber eher auf den Umstand, dass man um die Herkunft der Daten rätselt. Die Meldung des Einbruchs im Posting hält man für gefälscht.
Schnelles DSL von T-Home » zu den Angeboten
Auch das Pentagon wurde, wie schon sehr oft zuvor, Ziel von Hackerangriffen. Hier scheint es allerdings tatsächlich einen erfolgreichen Einbruch gegeben zu haben. Entwendet wurden Angaben zufolge Dateien zum Joint Strike Fighter. Hierbei handelt es sich um Kampfflugzeug mit Stealth-Technologie. Das Kampfflugzeug ist noch in der Entwicklung, welche etwa 300 Milliarde Doller kostet. Die gestohlenen Dateien enthalten Angaben über Design und Elektronik. Wer im Besitz dieser Daten ist, ist in der Lage, entsprechende Abwehrmechanismen zu entwickeln. Das China mit dem Datenklau in Verbindung gebracht wird, sei nur am Rande erwähnt. Viel interessanter wiegt die Frage, wie der Datenklau gelang, ohne dass man es mitbekam. Immerhin ging es um Mengen, im Terabyte-Bereich liegen. Zu Erläuterung: eine gewöhnliche DVD fast 4,7 Gigabyte. etwas 220 davon ergeben ein Terabyte. Selbst bei einer Top DSL Geschwindigkeit von 16.000 Mbit benötigt man zum Herunterladen gut 145 Stunden, was etwa 6 Tagen entspricht.
Auch Privatpersonen sind vor Angriffen aus dem Netz keineswegs sicher Selten versucht aber ein Hacker direkt auf den PC zu kommen, meist geht es um Übernahme des PCs, um ihn in ein Netz aus weiteren gekaperten Rechnern einzubinden. Diese Netze werden dann benutzt, um Tausende Spams zu senden, sogenannte verteilte Angriffe zu starten oder Schadprogramme noch schneller verteilen zu können. Auch die Bündelung der Rechenkapazitäten ist denkbar. Das seti@home-Projekt bedient sich beispielsweise dieser Technologie auf legalem Weg, um die aus dem Weltraum empfangenen Daten zu verarbeiten. Die Übernahme erfolgt in der Regel mithilfe von Schadprogrammen, bzw. Skripte, die in vermeintlichen harmlosen Dateien versteckt sind. Angeklickt und so gestartet nehmen sie Kontakt ins Internet auf, laden weitere Software nach und alles, ohne das der Normalanwender etwas mitbekommt.
Wie kann man sich nun aber vor solchen Situationen schützen? Ein wichtiger Aspekt ist hier natürlich die eigene Erfahrung und das Mitdenken. Ganz besonders von Absendern, die man nicht kennt, öffnet man keine E-Mail-Anhänge. Wenn überhaupt, dann speichert man diese und scannt sie mit einem Antivirusprogramm. Mit ein wenig nachdenken kommt man bei den meisten Anhängen oder E-Mails zum Schluss, dass man sich die Mühe sparen kann und sofort löscht. Antivirenprogramme gibt es auch im kostenlosen Segment genügend, die gute Arbeit liefern. Als Beispiele sind auszugsweise AntiVir von Avira, clamav oder Comodos Antivirenprogramm genannt.
Doch was ist, wenn sich bereits etwas tut, wer meldet das? Dafür ist die Firewall zuständig. Viele glauben immer noch, eine Firewall sorgt dafür, dass kein Virus auf den PC kommt, das ist grundfalsch. Eine Firewall ist quasi eine Passkontrolle für den aus- und eingehenden Verkehr ihres PCs. Sie achten bei allen Datenpaketen darauf, dass möglichst nur unbedenkliche durchkommen. Baut sich mal eine Verbindung auf, die nicht bekannt ist, meldet sie je nach Einstellung eine Sperrung oder eine Frage zum Vorfall. Ein Rechner hat 65565 Türen, die von verschiedentlichsten Programmen genutzt werden. Da hat man als Wächter gut zu tun. Im privaten Bereich sind vor allem kostenfreie Programme interessant, unter denen sich ZoneAlarm, Agnitum Outpost, Norman Personal Firewall, Comodo Firewall Pro und Tiny Personal Firewall am bekanntesten sind. Anfangs stellen fast alle dieser Lösungen ziemlich Fragen, da sie erst noch lernen müssen, was in Ordnung ist und was nicht. Der Normalanwender ist manchmal schnell genervt, sollte sich aber die Zeit nehmen, immerhin kann er sich so davor schützen, Teil eines kriminellen Netzwerks zu werden. Denn auch, wenn er sich als unschuldig erweist, hat man erst mal den Ärger, wenn die Polizei vor der Tür steht, einen wegen Hackerei oder verbotenem Filesharing anklagt und der PC und man selbst einkassiert wird. Es gibt natürlich keinen hundertprozentigen Schutz, aber das, was man tun kann, sollte man nutzen.
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