Eine aktuelle Studie der Solon Management Consulting brachte zu Tage, dass sich vor allem im letzten Jahr immer mehr Neukunden für einen Kabelnetzbetreiber entschieden haben, wenn es um einen Breitbandanschluss ging. Die Solon Management Consulting bietet individuelle Lösungen für Unternehmen und Investoren, deren Branchen hauptsächlich im Bereich von Medien, Entertainment, Telekommunikation oder Technologie liegen. Dazu gehören auch die Bereiche Kabelnetze, Festnetz, Mobilfunk und Private Equity. Solon unterstützt die Unternehmen nicht nur bei der Entwicklung von Strategien, sondern ergänzt schnelle, klare und individuelle Lösungen durch Hilfe bis zur operativen Umsetzung. Die Solon Management Consulting ist europaweit tätig und hat neben Deutschland auch Büros in London und Budapest. Dabei setzt man vor allem auf Schnelligkeit und Genauigkeit. Dynamik ist ebenso gefordert. Der Kampf um die Marktanteile bei Breitbandinternet geht nach wie vor weiter. Ausschlaggebend für den immer härter werdenden Kampf ist natürlich die zunehmende Sättigung des Breitbandmarktes in Deutschland. Dennoch konnten im vergangenen Jahr die Kabelnetzbetreiber mehr Kunden von sich überzeugen. Die Deutsche Telekom, die über einen Marktanteil von 50 Prozent verfügt, arbeitet nach wie vor an Strategien, um diesen weiter steigern zu können. Und das mittlerweile als einziger DSL-Anbieter.
Ein Zuwachs von vier Prozent auf dem Breitbandmarkt entspricht etwas mehr als eine Million neue Anschlüsse. Davon konnten die Kabelnetzbetreiber mit 680.000 neuen Kunden ihren Marktanteil um 28 Prozent erhöhen. Dennoch ist der Abstand zur Deutschen Telekom, die allerdings nur 360.000 Neukunden verzeichnen konnte, immer noch sehr groß. Bei den anderen DSL Anbietern sieht es derzeit nicht so rosig aus. Vodafone, United Internet und Telefonica o2 mussten Verluste bei den Kundenzahlen hinnehmen. Lediglich O2 verbuchte einen Kundenzuwachs von sechs Prozent. Bei den Kabelnetzbetreibern konnte Kabel BW ihre Kundenanteile um 25 Prozent steigern. Kabel Deutschland kam auf 27 Prozent und Unitymedia verzeichnete sogar um 33 Prozent mehr Breitbandanschlüsse. Der Grund für diese Entwicklung sieht Solon darin, dass der Ausbau der Kabelanbieter günstiger ist und schneller voran geht. Immerhin müssen hierfür großteils nur vertretbare Investitionen getätigt werden, um einen High-Speed-Anschluss herzustellen. Kabel Anschlüsse lassen sich oftmals durch eine einfache technische Aufrüstung eines Verteilers in schnellere umwandeln. Um das DSL Netz auszubauen, sind hingegen oft hohe Investitionen und langwierige Bauarbeiten notwendig, um ihren Kunden eine technisch ausgereifte Internetlösung anbieten zu können. Da hinsichtlich der Kundenzahlen trotz Werbung und attraktiver Angebote nicht viel zu machen ist, setzen United Internet, O2 und andere DSL Anbieter verstärkt auf Akquisition. Sie sehen hier ihre Chance, Marktanteile gewinnen zu können. Laut Solon wird es interessant sein, ob es infrastrukturübergreifende Zusammenschlüsse zwischen den einzelnen Betreibern gibt. So könnten sich Kabel-, Mobilfunk- oder Festnetzunternehmen zusammenschließen, um die Marktanteile zu erhöhen. Aus diesem Grund bleibt auch abzuwarten, wie sich der Markt weiterentwickelt, wenn es zur Übernahme von Kabel BW durch Unitymedia kommt. Allerdings gilt es hier noch Geduld zu haben und die Entscheidung des Kartellverfahrens abzuwarten. Die Solon Management Consulting sieht in dieser potentiellen Fusion der beiden Unternehmen einen wichtigen Faktor, der die zukünftige Entwicklung des Telekommunikationsmarktes enorm beeinflussen und verändern kann.
Einen weiteren Grund für den schleppenden Zuwachs von Breitbandanschlüssen sieht Solon darin, dass der Markt durch fest installierte Anschlüsse beinahe gesättigt ist. Beinahe jeder Haushalt verfügt über einen Breitbandanschluss. Interessanter wird es demnach in den nächsten Jahren im Bereich der mobilen Breitdienste und bei den Entertainment-Angeboten. Das Aufkommen von Smartphones, Tablets und Laptops, die mit mobilem Internet ausgestattet sind, sowie internetfähige Fernseher werden die Weichen in diese Richtung stellen. Der anhaltende Trend bietet jedem Anbieter die Chance, unerheblich ob im Festnetz, mit Kabel oder im mobilen Breitbandmarkt, die Anzahl er Kunden zu steigern. Im Gegensatz zu den fest installierten Anschlüssen gibt es bei den mobilen Breitbandanschlüssen noch einen großen Spielraum, den es gilt, auszufüllen.
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