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IT mit Umweltgedanken

 
     
Bild: Internet allgemein 04.07.2009, Osnabrück

In Unternehmen wie in öffentlichen Bereichen läuft ohne IT nichts mehr. Dass von Zeit zu Zeit die entsprechende Hardware ausgewechselt werden muss, um aktuelleren Produkten zu weichen, versteht sich von selbst. Im Lauf der letzten Jahre hat sich im Bereich der Beschaffung dieser Betriebsmittel der Umweltgedanke immer mehr durchgesetzt. Dabei geht es nicht ausschließlich um die Entsorgung, sondern auch um die Gesundheit der Menschen, die mit den Geräten arbeiten und deren Herstellung und Arbeitsweise. Vielen ist auf ihren PCs beim Starten schon das gelbgrüne Energy-Star-Logo aufgefallen. Hierbei handelt es sich um einen Energieeffizienz-Standard, der in Abständen auf neue Anforderungen reagiert und angepasst wird. So gibt es hier nun die Version 5.0, die nicht mehr allein von Grenzwerten für benötigte Leistung ausgeht, sondern mittlerweise den jährlichen Bedarf an Kilowattstunden beachtet. Da es verschiedene Arten von Rechnern gibt, wurden verschiedene Profile entwickelt, die entsprechend zur Anwendung kommen. Es ist beispielsweise nämlich nicht egal, ob ein PC als Server, wenn ja mit welcher Back-up-Lösung, als Proxy, Webserver, Telefonserver oder Arbeitsstation eingesetzt wird. Selbst von PC zu Notebooks muss man unterscheiden.

Notebooks verbrauchen gegenüber Desktop-PCs weniger Strom

Um entsprechende Entscheidungshilfen und Informationen zu bieten, wurde ein neuer Leitfaden entwickelt, der bei der Beschaffung von umweltfreundlichen Notebooks oder Desktop-PCs helfen soll. Servergruppen sind in Planung. Bei den Vorgaben handelt es sich um Gemeinschaftsprojekt von BITKOM, des Umweltbundesamtes, IT-Amt der Bundeswehr und des Beschaffungsamtes des Inneren. Jedem, der für die Beschaffung und Einkauf entsprechender IT-Peripherie verantwortlich ist, soll hier zuverlässige Hilfe finden. Speziell der Leitfaden für die Beschaffung von Notebooks ist interessant geworden, da laut einer BITKOM-Studie mittlerweile über 60 Prozent der gekauften PC Notebooks sind. Diese Entwicklung wird begrüßt, da Notebooks gegenüber Desktop-PC weniger Strom und Material benötigen. Der angesprochen Effizienzstandard „Energy Star 5.0“ ist bereits berücksichtigt. Wer nun also bei der Anschaffung von Notebooks wissen möchte, welche Kriterien es bei der Energieeffizienz, den Materialien und der Geräuschentwicklung zu beachten gilt, findet im Leitfaden "Empfehlungen für die umweltfreundliche Beschaffung von Notebooks" die nötigen Infos und Hinweise. Dabei wird darauf geachtet, sich gegenüber den Herstellern neutral zu äußern. Es werden keine Markennamen oder Herstellerbezeichnungen genannt. Ebenso wird der Aspekt nachhaltige Beschaffung berücksichtigt. Bezogen auf die öffentliche Hand, deren Kaufkraft allein im Hardwarebereich auf ca. 2,3 Milliarden Euro kalkuliert wird, sieht man die Notwendigkeit aus mehreren Blickwinkeln auf die Umweltverträglichkeit zu achten. Zum einen beeinflusst es natürlich die Entscheidung der Hersteller entsprechende Geräte zu produzieren, damit man Ausschreibungen überhaupt Beachtung findet. Andererseits empfinden auch die Steuerzahler den Aspekt des geringeren Energiebedarfs positiv.

Leitfaden in zwei Sprachen

Der Leitfaden selbst ist sehr übersichtlich gestaltet. Strukturiert nach den Themen Lebensdauer, Energy Star, Geräuschemission, Materialeigenschaften und zusätzliche Anforderungen an Notebook-Flachbildschirme, ist exakt nachzulesen, wie die jeweiligen Bereiche unterteilt werden, welche ISO-Zertifikate relevant sind und welche Stoffe, beispielsweise wegen krebserregender Eigenschaften, verboten sind. Im Anhang wird darauf hingewiesen, dass die Hersteller durch Erklärungen und Prüfberichte die Einhaltung der Kriterien einhalten. Um den Benutzer der Produkte im richtigen Umgang, auch im Sinne Umwelt, zu unterstützen, sind außer den technischen Informationen auch solche für Umwelt und Gesundheit beizufügen. Das Umweltzeichen Blauer Engel, welche ab Stand März 2008 verteilt wurde, erfüllt hier bereits alle Anforderungen, die dann nicht noch einmal gesondert nachgewiesen werden müssen. Als Sprache wird deutsch und englisch akzeptiert.

Verschieden Einrichtungen sähen es gern, wenn es auch im privaten Bereich entsprechende Richtlinien gäbe. Die Geräte, welche hier anzutreffen sind, liegen größtenteils weit abseits der Geräte in Firmen und öffentlichen Einrichtungen. Ab 2010 begrenzt die EU-Kommission auch im Haushalts- und Bürobereich den Energiebedarf für Geräte im Wohnbereich. So sollen beispielsweise im Stand-by-Modus nur noch maximal 2 Watt verbraucht werden, ab 2014 sogar nur noch 1 Watt. Auf diese Weise kann die IT im gewerblichen wie im privaten Sektor die Anstrengungen im Umweltschutz massiv unterstützen.

Autor: Team fastline

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