Sei einigen Tagen werden Warnungen in Newsletter und im Internet verbreitet, die vor einer Infizierung des PCs mit dem Schadprogramm DNS-Changer warnen. Dieses Programm sorgt dafür, dass ein Computer Internetadressen falsch übersetzt. Computer finden die Seite www.top-dsl.com nicht unter diesem Namen, sondern unter der Zahlenkolonne 80.237.181.216 . Der DNS-Service auf dem PC funktioniert also ähnlich wie ein PC-Telefonbuch. Jeder Nummer ist eine für Menschen lesbare Adresse zugeordnet.
In der Windows-System-Datei hosts kann man so zum Beispiel von Hand eingeben, dass der PC bei Eingabe des Begriffs router in Browser-Adressleiste den eigenen Internetrouter aufruft. Das ist sinnvoll, wenn man diesen öfter aufruft, und sich die die Zahlenkolonne der IP-Adresse nicht merken möchte. Wird diese IP-Adresse nun verändert, ruft der Browser nach Eingabe des Begriffs router eine ganz andere Seite auf. Im Fall von Schadsoftware einen Server, der anschließend den Datenstrom mitschneidet und ausliest und weitere schädliche Programme auf den PC laden kann.
Das FBI hat zwar die Täter gefasst, allerdings ist nicht bekannt, welche Rechner bereits infiziert sind. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat eine Seite bereitgestellt, nach deren Aufruf Nutzer einen Hinweis bekommen, ob ihr System von DNS-Changer verändert wurde. Die Server der Kriminellen, auf welche die veränderten Systeme zugreifen, wurden vom FBI ersetzt und am 8. März 2012 abgeschaltet. PCs, die den DNS-Changer dann noch 'beherbergen' werden Probleme haben, Internetseiten aufrufen zu können, da die Rechner immer versuchen werden, auf die abgeschalteten Server zuzugreifen.
Nach dem Aufruf von www.dns-ok.de bekommt man, falls der PC befallen ist, die notwendigen Schritte zum Entfernen von DNS-Changer erklärt.
Verschiedene Hersteller haben ebenfalls schnell reagiert und bieten ihrerseits Programme an, die den Schädling aufspüren und vom Computer entfernen. Dazu gehören vor allem die Antivirenhersteller, aber auch PC-Magazine mit ihrem Online-Auftritt. Wer den staatlichen Seiten nicht vertrauen möchte, findet somit auch von anderer Seite Hilfe, damit er nach dem 8. März nicht ohne Verbindung dasteht.
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