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Auszeichnung von checked4you durch klicksafe

 
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Bild: Internet allgemein 01.07.2009, Osnabrück

Klicksafe ist eine EU-Initiative, die sich mit Sensibilisierung und Vermittlung von Inhalten zum Thema wie Medienkompetenz beschäftigt. Hierbei geht es nicht darum die neuen Medien wie das Internet grundweg zu verteufeln, sondern darum, wie gerade junge Menschen das Internet und weitere Medien richtig zu nutzen lernen. Hierfür setzt klicksafe nicht nur bei der entsprechenden Altergruppe an, sondern bei den Personen, die für den jungen Menschen maßgeblich für seine Entwicklung sind. Da sind natürlich Eltern und Lehrer, aber auch alle anderen Personen, die, wenn auch nur zeitweise, Verantworung für die Entwicklung und Bildung junger Menschen haben. Um die Ziele zu erreichen werden internationale Netzwerke genutzt, die sich dem gleichen Zweck verschrieben haben. Im Zuge seiner Tätigkeit verlieh klicksafe zum dritten Mal in verschiedenen Kategorien Preise, welche die Bemühung von Projekten oder online-Auftritten um die Sicherheit im Netz, vor allem für die Jüngeren, würdigen.

Themen werden ohne Fachsimpelei erklärt

Im Bereich Webangebot ging der Preis an checked4you, ein von der Verbraucherzentrale NRW ins Leben gerufene Online-Jugendmagazin. Die Begründung für das Urteil liege unter anderem darin, dass die Themen rund um das Internet und sich damit ergebende Fragen in einer sehr frischen Art dargebracht würden. Auf checked4you.de kommt man über das Menü Computer+Internet und Internet in den passenden Bereich, in dem immer wieder Themen aufgegriffen und behandelt werden, denen man im Internet begegnen kann und die eine erhöhte Aufmerksamkeit fordern. Selbst komplizierte Themen werden ohne Fachsimpelei kompetent und eingängig erklärt, damit man wirklich weiß, worum es geht. Anders ließe sich der jeweilige Aufruf zur Vorsicht auch nicht nachvollziehen. Immerhin hat man es mit Laien zu tun, denen etwas vermittelt werden soll, von dem sie oft glauben, Alles zu wissen, aber im Endeffekt nicht einmal im Grundsatz verstehen.

Abzocke und fingierte Rechnungen

Aber um fair zu bleiben, geht es bei der Unwissenheit nicht nur jungen Menschen so. Gerade im sogenannten Abzockbereich und Filesharing vergeht mittlerweise kaum eine Woche ohne Meldungen. Sei es von Opfern, die Hilfe suchen, Gerichtsverfahren gegen Abzocker direkt oder sogar Aufrufe der Staatsanwaltschaften, sich zu melden, wenn man Opfer wurde. Aktueller Fall ist hier beispielsweise Firma L&H GmbH, die das Downloadportal mega-downloads.net betreibt. Hier ist das gesamte Vermögen eingefroren worden und werden Betroffene gesucht, die vom Betreiber Rechnungen über ein Abo bekommen haben, obwohl sie die Seite nicht einmal kennen. Hier geht es also über die Click-Abzocke hinaus. Doch auch vor sich selbst schützen einen die Tipps bei checked4you, denn man wird sehr schnell selbst zum Täter. Sei es, dass man sich rächt und ein verfängliches Foto von einer Person online stellt oder bei einer Auktion ein Katalogbild eines Herstellers veröffentlicht, weil man selbst kein Bild zur Hand hat, was den zu veräußernden Artikel zeigt. Beide Fälle werden sehr teuer, bereits die Abmahngebühren können schnell im vierstelligen Bereich liegen.

Sicherheit nicht nur im Strassenverkehr

Ein weiterer Preisträger ist in Wiesbaden das Medienkompetenz-Programm für einen sicheren Umgang mit Web 2.0 des Amtes für Soziale Arbeit. Die Kategorie ist dabei „Projekt“. Bei dem Programm lobte man das medienpädogisch hervorragend umgesetzte Konzept. Drei Module, welchen aufeinander aufbauen, sowie einer CD-ROM, die in Schulklassen eignesetzt werden kann, vermitteln, wie wichtig es ist, auf Sicherheit im Intenet zu achten, wie es geht und wo die Fallstricke sind, die es zu erkennen gilt.

Wieviel Arbeit hier noch geleistet werden muss, ist daran zu erkennen, wie wenig Nutzer, Eltern, Lehrer und Schüler um solche Themen Bescheid wissen und sich entsprechendn um nichts kümmern. Dass der PC-Führerschein existiert, ist den technischen Umgang mit dem PC ein Fortschritt, doch zum richtigen Umgang mit dem Internet und den Möglichkeiten bildet sich keine starke Gemeinschaft. Lediglich Opfer erkennen die Notwendigkeit. Wie viele es noch werden müssen, bis begriffen wird, dass man vorbeugen kann, ist leider unbekannt. Bleibt zu hoffen, dass sich immer Seiten und Webbetreiber solcher Herausforderungen stellen.

Autor: Redaktion fastline

Weiterführende Links:
» Nachrichten zum Thema Internet
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