Interaktives Fernsehen ist ein Trend, der mehr und mehr Form annimmt. Besitzer eines HbbTVs sind bereits heute dazu in der Lage, beim Sehen ihrer Lieblingssendung in den Weiten des Webs zu surfen. Die Abkürzung HbbTV steht für „Hybrid Broadcast Broadband TV“. Dieses Smart TV macht es möglich, beim Verfolgen der Lieblingskochsendung nebenbei den empfohlenen Wein online einzukaufen oder beim Mitfiebern während des Abendkrimis mit anderen Leuten über den Ausgang zu chatten. Das Fernsehen ist damit nicht einfach nur passives Vergnügen, sondern wird interaktiv. So können Live-Sendungen auf echte Zuschauerumfragen reagieren oder Begleitinformationen zu politischen Themen anbieten.
Video on Demand, Foren, Spiele - im Prinzip sind den interaktiven Kommunikationsmöglichkeiten keine Grenzen mehr gesetzt. Möglich wird dies durch den Einsatz eines Spezialreceiver. Zum Einen erhält der Fernseher auf dem Standardweg ein DVB-Signal. So kann der Zuschauer all seine gewohnten Programme empfangen und verfolgen. Ob man dabei auf DVB-T zurückgreift, Kabelfernsehen nutzt oder per Satellit seine Programme empfängt, spielt hierbei keine Rolle. Der Fernsehbildschirm erhält dann zusätzlich über den Receiver noch direkten Zugang zum Internet. Diese Verbindung muss nicht dauerhaft bestehen, sondern kann via Knopfdruck an- und auch wieder ausgeschaltet werden. Für den Wiedererkennungswert besitzen all diese Hybrid-Geräte dafür einen roten Knopf, dessen Betätigung den Nutzer in die Online-Welt führt. Zudem verfügt der Receiver über einen Back Channel, der alle Eingaben am Gerät in das Netz weiterleitet. So wird dann zum Beispiel das Online-Bestellen oder das Chatten am TV möglich.
Bisher beläuft sich in Deutschland der Umsatz für HbbTV-Geräte auf gut sechs Millionen Stück. Ein Trend, der sicher gerade erst begonnen hat. Gegenwärtig arbeiten die Entwickler verschiedener Hersteller daran, dass das Smart TV auch ohne Einsatz eines Zusatzreceiver funktioniert und so noch bequemer in der Installation und der Handhabung wird.
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