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Telekom will TAL-Preise deutlich erhöhen
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17.06.2008, Berlin
Mit deutlich zum Ausdruck gerachter Kritik reagiert Jürgen Grützner, der Geschäftsführer des VATM, auf die aktuellen Preisvorstellungen der Deutschen Telekom. „Es ist unglaublich, in welchem Maße die Telekom versucht, an der Preisschraube zu drehen“, sagte Grützner. „Bei den Einmalentgelten für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) hat der Ex-Monopolist bei der Bundesnetzagentur bis zu 70 Prozent höhere Entgelte beantragt als die derzeit genehmigten. Das ist völlig inakzeptabel und keinesfalls sachlich begründbar. Die beantragten Entgelte liegen deutlich über den Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung. Hier ist die Bundesnetzagentur gefordert. Die Entgelte müssen regulatorisch sogar deutlich abgesenkt werden.“ Die einmaligen Gebühren für die sogenannte Teilnehmeranschlussleitung (TAL) werden von Wettbewerbern, wie z.B. Arcor, Vodafone, 1&1 oder freenet, an die Telekom für die Bereitstellung des Anschlusses gezahlt. Sie haben einen deutlichen Einfluss auf die Preise für die Endkunden. Die Regulierungsbehörde muss die Preise für die Leistungen der Telekom erneut genehmigen. Weil unter anderem der Tarifabschluss verdi's aus dem Jahr 2007 und dessen Auswirkungen bei der Preisfestlegung Berücksichtigung finden sollten, hat die Bundesnetzagentur 2007 die Höhe der Gebühren lediglich für ein Jahr festgelegt. Der jetzige Entgeltantrag der Telekom berücksichtigt aber nicht die drastischen Einsparungen aufgrund des Tarifabschlusses des Jahres 2007. „Dabei rechnet die Telekom selbst laut eigener Pressemitteilung vom 29. Juni 2007 mit Einsparungen von bis zu 0,9 Mrd. Euro bis zum Jahr 2010. Geringere Personalkosten und technisch bedingte Effizienzsteigerungen müssen berücksichtigt werden“, fordert Jürgen Grützner.
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