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Ein ausreichend schneller DSL-Anschluss ist heute bereits für viele Gemeinden ein wichtiger Standortfaktor. Nicht nur Bewohner können somit zum Zuzug in den Ort gelockt werden, sondern ebenso auch Unternehmen, die sich in der Region ansiedeln. Denn sowohl private Personen als auch Unternehmen möchten auf schnelles Internet zugreifen können. Leider gibt es in Deutschland auch heute noch einige Ortschaften, die in puncto DSL noch mehr oder weniger abgeschnitten sind. So ist auch die brandenburgische Stadt Königs Wusterhausen heute noch ohne entsprechenden Internetanschluss. Ein großer Teil der Haushalte ist bis heute schlichtweg unversorgt oder kann nur auf sehr langsame, veraltete Leitungen zugreifen. Selbstverständlich ist dies immer mehr ein Ärgernis für die betroffenen Bewohner, die vorwiegend in den Ortsteilen Senzig, Wernsdorf, Zeesen oder Niederlehme zu Hause sind. Auch die Stadtverwaltung hat die Lage natürlich bereits erkannt.
Die Stadtverwaltung gesteht ein, dass die schlechte Versorgung mit DSL eine große Hürde für den Zuzug von Unternehmen und Bewohnern darstellt. Aus diesem Grund möchte die Stadt auch dringend etwas an der aktuellen Situation ändern und endlich alle Haushalte mit leistungsfähigen DSL-Leitungen versorgen. Obwohl Königs Wusterhausen mit seinen rund 15.000 Haushalten nicht mehr unbedingt als kleines Städtchen bezeichnet werden kann, hat sich bisher noch kein Netzanbieter finden können, der bereit ist, in den Ort zu investieren und die Breitbandnetze auszubauen. Das Problem liegt in der zerstreuten Aufteilung der Gemeinde. Für die Anbieter ist es schlichtweg zu teuer und daher nicht rentabel, in den Ort zu investieren. Selbstverständlich muss jeder Anbieter seine Investitionen aber auch wieder einspielen können.
Die einzige Lösung, auf die die Bewohner von Königs Wusterhausen derzeit noch hoffen, beruht in einer Förderung, die durch das Wirtschaftsministerium Brandenburgs erfolgen könnte. Mit der Förderung könnte die Gemeinde den jeweiligen Anbieter bei der Investition unterstützen und somit dessen Risiko reduzieren, sodass sich die Investition schneller lohnt. Nun hofft die Stadtverwaltung, die Anforderungen für die Erteilung einer Förderung erfüllen zu können. Nicht nur die Art der Antragsstellung wird sich hierbei als kompliziert erweisen. Hinzu kommt, dass auch schon festgestellt wurde, dass 44 der 54 Verteilzentren in der Stadt als unzureichend gelten. Wenn die Fördergelder jedoch fließen, könnte der Ort schon 2011 ans DSL-Netz angeschlossen werden.
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