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Die Region Limburg-Weilburg ist eine wunderbare Gegend, um die Natur zu genießen. Ausgedehnte Wälder, wilde Bachläufe und endlose Wanderwege. Wer dort wohnt oder arbeitet, hätte jedoch auch andere Wege gern ausgebaut, die Datenwege nämlich. Die Verfügbarkeit von DSL ist nicht flächendeckend gleichmäßig und in meistens im untersten Niveau bei den Geschwindigkeiten angesiedelt. Wirtschaftsminister Posch stellte nun in Aussicht, dass das schnelle Internet nun auch hier Einzug halten soll und dass entsprechende Zuschüsse bereitgestellt werden. Insgesamt beteiligt sich das Land mit 5 Millionen Euro am DSL-Ausbau. Die Zuschüsse werden benötigt, damit private Unternehmen kostendeckend die Netze ausbauen können. Häufig fehlt in den Kommunen das Geld, den Ausbau aus eigener Kraft zu bezahlen. Die Telekom gibt an, dass ein Kilometer Glasfaserkabel rund 70.000 Euro Kosten verursacht. Tiefbauarbeiten und Anschlusskästen sind hier eingerechnet. Die Telekom selbst investiert pro Jahr an die 3 Milliarden Euro in den Glasfaserausbau. Die in ländlicheren Gebieten meist nicht gedeckten Kosten werden über Fördermittel und in manchen Fällen sogar mit Eigeninitiative übernommen. Die Eigeninitiative kann aus Geldsammlungen der betroffenen Haushalte bestehen oder in der Übernahme von baulichen Maßnahmen durch ortsansässige Firmen.
Für die Gebiete um Runkel, Villmar und Dehrn werden insgesamt 196.000 Euro Zuschüsse in den Ausbau für 16 Orte kalkuliert. Innerhalb dieses Gebietes liegen auch kleinere Dörfer wie Aumenau, Eschenau, Ennerich, Wirbelau, Bermbach oder Hirschhausen. Geplant ist die Grundversorgung mit DSL mit Geschwindigkeiten bis 16.000 kbit/s. Langfristig soll aber auch in dieser Region das Breitband-Internet mit Datenraten von bis zu 50 Mbit/s kommen, wie es die Bundesregierung bis 2014 in 3/4 der bundesdeutschen Haushalte wünscht. Die entsprechende Studie zur Machbarkeit fördert das Land ebenfalls mit fast 28.000 Euro, was der Hälfte der Aufwendungen dafür entspricht.
Der Antrieb zum Ausbau kommt vom Wirtschaftsministerium in erster Linie aus Gründen der Wirtschaftsförderung. Die schnellen Internetverbindungen sind heute einer der wichtigsten Motoren für jedes einzelne Unternehmen und somit auch für die gesamte Wirtschaft einer Region. Reaktionszeiten auf Anfragen, Ausschreibungen oder kundenrelevante Vorgänge benötigen ebenso hohe Bandbreiten wie interne Vorgänge durch Vernetzung von Niederlassungen, Kunden und Mitarbeitern. Das Vorhalten von Datenbanken oder Shop-System ist für viele Unternehmen überlebenswichtig. Hier müssen die Verbindungen schnell sein, damit die Dienste auch gern genutzt werden. Für Mitarbeiter oder Geschäftspartner können Videokonferenzen und Online-Präsentationen geboten werden, was das Image eines Unternehmens stark fördert.
In direkter Folge sichert sich die Region mit schnellem Internet den Wirtschaftsfaktor auch als Standortfaktor. Firmen bleiben nicht nur, es siedeln sich auch weitere an, die wiederum Arbeitsplätze schaffen und eine Gemeinde oder einen Kreis somit auch attraktiv für Familien machen. Im Zuge der wachsenden Anzahl von Heimarbeitsplätzen ist man bestrebt, Hochleistungsnetze zu bauen, die in beiden Richtungen – Down- und Upload – annähernd gleichschnell sind. Im Regelfall entspricht der Upload etwa einem Zehntel der Download-Geschwindigkeit.
Für den Kreis Limburg-Weilburg bedeutet der Ausbau eine Festigung des Standortvorteils, den er durch die Nähe zur A3 und zur A45 hat. Die Hilfen zum Schließen der Deckungslücken liegen in Villmar, Runkel und Weinbach liegen bei knapp über 50.000 Euro. 40.000 Euro erhalten außerdem die Ortschaften Drommershausen, Hirschhausen und Bermbach. Für Villmar ist die Nutzung des schnellen Internet für Mai 2012 anvisiert. Abgeraten wird von Vertragsabschlüssen zum DSL via Funk, wie sie im August gerade in Villmar via Postwurfsendung angeboten wurden. Nicht nur der Einzelne, unter Umständen könnte ein komplettes Gebiet aus dem Fördermittel-Anspruch herausfallen, wenn dort – wenn auch per Funk – DSL verfügbar wäre und damit Glasfaser offiziell nicht mehr zwingend notwendig.
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