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Falkensee investiert auch eigene Mittel für DSL
02.09.2010, Osnabrück
Bild: DSL

Viele eher abgelegene Regionen in Deutschland sehen sich noch immer nach einem schnellen Internetanschluss. Der DSL-Anschluss könnte nicht nur mehr Komfort und Anschluss an die digitale Welt für die Bewohner bringen, sondern mitunter sogar neue Jobs für die Regionen bedeuten. Denn ein Breitbandanschluss ist heute bereits ein sehr wichtiger Standortfaktor für Unternehmen, nach dem viele Betriebe die Standorte für neue Niederlassungen aussuchen. Auch im Havelland gibt es einen großen Bedarf an Breitbandinternet. Die Bürger haben ihren Bedarf an Breitbandinternet hier auch bei der Industrie- und Handelskammer angemeldet, um darauf aufmerksam zu machen. Dort liegt nun ein so genannter Breitband-Atlas auf, in dem eingesehen werden kann, wo der Bedarf an Breitbandinternet noch nicht gedeckt ist und wo dementsprechend auch Fördergelder vom Land zur Verfügung gestellt werden könnten.

Über 550 Personen möchten einen Breitbandanschluß

Die meisten Anmeldungen aus der Region gab es aus Falkensee. Insgesamt 553 Personen haben sich angemeldet, um einen Breitbandanschluss zu erhalten. Doch auch hier werden Förderungen benötigt. Schließlich sehen die Internetanbieter in gerade in den zersiedelten Regionen Deutschlands bzw. in Gemeinden abseits der großen Ballungsräume auch Probleme hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit. Die großen Investitionen, die hier getätigt werden müssen, um die Gemeinden zu erschließen, stehen den wenigen Kunden gegenüber, die einen Internetanschluss buchen wollen. Dieses Missverhältnis führt dazu, dass eine Investition für die Provider nicht wirtschaftlich wäre. Nur, wenn die Wirtschaftlichkeits-Lücke in Form von Förderungen durch das Land geschlossen werden kann, ist es möglich, die Investitionen durchzuführen.

Auch Falkensees Nachbargemeinden wollen schnelles DSL

Die Gemeinde Falkensee jedenfalls ist überzeugt, dass der Breitbandausbau in der Gemeinde voranschreiten sollte. Dies macht vor allem die Zustimmung aus der Bevölkerung klar. Auch in benachbarten Gemeinden gibt es Bestrebungen, den Breitbandausbau voranzutreiben. Gemeinsam möchte man die DSL-Anbieter wissen lassen, dass es in der Region zahlreiche Kunden gibt, die auf einen Internetanschluss warten. Falls die Förderungen des Landes nicht ausreichen sollten oder die Gemeinde Falkensee hier nicht zum Zug kommen sollte, werde man prüfen, ob möglicherweise gemeindeeigene Investitionen getätigt werden sollen, um die Wirtschaftlichkeitslücke zu schließen.

Autor: Redaktion TOP-DSL



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