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Deutsche Telekom testet VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz

 
     
27.04.2006, Bonn

Der Ausbau des neuen VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetzes von T-Com verläuft erfolgreich, viele Baumaßnahmen in den zehn Ausbaustädten konnten bereits abgeschlossen werden. Die in Hamburg, Stuttgart oder München sowie weiteren Großstädten verlegte Glasfaserinfrastruktur ermöglicht zukünftig Bandbreiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde und so das Angebot innovativer Multimedia-Services, wie z. B. den Empfang digitaler Fernsehprogramme.

Die T-Online International AG, Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, plant für das zweite Halbjahr 2006 ein entsprechendes IPTV-Produkt. Neben den bisher über Satellit oder Kabel empfangbaren Fernsehangeboten sollen eine Vielzahl von Spartenkanälen, Regionalsendern und Pay-TV-Anbietern in das Angebot eingebunden werden. Für den Marktstart wird mit rund 100 Sendern gerechnet. Das TV-Angebot soll kontinuierlich erweitert werden und attraktive Zubuchoptionen in den Bereichen Sport, Musik, Fremdsprachen und Erotik sowie eine stetig wachsende Titelzahl aus der Online-Videothek beinhalten.

Ab Mitte Mai 2006 werden im Rahmen eines Feldtests die vielfältigen Möglichkeiten des Fernsehens via VDSL von einigen hundert Kunden kostenlos getestet. Mit diesem Test sollen zunächst die Integration der einzelnen Komponenten wie Hardware, Software und Netzsteuerung überprüft und Kundenerfahrungen ausgewertet werden. Ab Anfang Juni werden in der Pilotphase weitere Teilnehmer die Angebote unter realen Bedingungen ausprobieren können.

Über die Nutzung der TV-Services hinaus bietet die auf dem Internet Protokoll basierte Plattform den Kunden die Möglichkeit, kostengünstig via Internet zu telefonieren, zu surfen sowie ein vielfältiges Unterhaltungsangebot zu nutzen. Das inhaltliche und technische Pilotangebot sieht für die Kunden neben dem Empfang von bis zu 15 linearen TV-Sendern wie z.B. SAT1, Kabel1, ProSieben auch TV-Inhalte auf Abrufe (on Demand Collections) sowie ein Angebot mit 50 Topfilmen aus der digitalen Videothek (VoD) vor.

Für den Empfang dieser individuelleren und flexibleren TV-Generation ist ein Mediareceiver erforderlich, der an das VDSL-Netz und das Fernsehgerät angeschlossen wird. Die Deutsche Telekom hat als Hardwarepartner für die Einführung von TV-Diensten via Internet Linksys, eine Division der US-amerikanischen Cisco Systems, Inc., gewonnen. Die entsprechenden Vereinbarungen sehen die Entwicklung und Markteinführung eines IP-TV-fähigen Media Receivers für die zweite Jahreshälfte 2006 vor.

Der zum Marktstart im Handel für die Kunden erhältliche Media Receiver T-Home X 300T verfügt über verschiedene Video-Ein- und -Ausgänge und ist über seine HDMI Schnittstelle HDTV fähig. Mit der 80-Gigabyte großen Festplatte können bis zu 70 Programmstunden aufgenommen werden. In der Pilotphase ab Juni können die Kunden dann darüber hinaus weitere integrierte technische Features nutzen. Dazu gehören z.B. "Time Shift" - zeitversetztes Fernsehen - und die Funktionalität des Personal Video Recorders, der es ermöglicht, vorgemerkte Sendungen aufzuzeichnen sowie laufende Programme zu unterbrechen und zu einem späteren - selbst gewählten - Zeitpunkt fortzusetzen.

Weiterführende Links:
» Nachrichten zum Thema telekom
» EU-Gericht erster Instanz bestätigt T-Com Bußgeld
» Service entscheidet im Wettbewerb
» T-Home DSL
» T-Home Webseite

 

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