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WLL |
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Informationen über WLL im DSL Lexikon
WLL (Wireless Local Loop) ist ein Sammelbegriff für die funktechnische
Anbindung von Endgeräten an die Vermittlungsstellen kabelgebundener
Festnetze.
WLL überbrückt die "letzte Meile" von den Ortsvermittlungsstellen zu den
Haushalten und wird eingesetzt, wenn eine herkömmliche Anbindung nicht
machbar oder zu kostenintensiv ist. Besonders in der Übermittlung
von Datenströmen für die Internetanbindung stellt die WLL-Technik eine
Alternative da. In ländlichen Gegenden müssten viele neue
Vermittlungsstellen errichtet werden um die vereinzelten Haushalte mit
einem schnellen Breitbandanschluss auszustatten - was mit enormen Kosten
verbunden ist und wirtschaftlich nicht tragbar wäre.
Seit 2005 werden in verschiedenen Städten WiMAX-Netze (Worldwide
Interoperability for Microwave Access) über WLL-Lizenzen betrieben, die
meist Übertragungsgeschwindigkeiten von 1 -2 MBit/s aufweisen und
üblicherweise Reichweiten von etwa drei Kilometern haben. Die Technik
eignet sich aber nicht nur für den mobilen Empfang, sondern kann per
Richtfunk weitaus größerer Entfernungen überbrücken.
Trotzdem verläuft die Erschließung der ländlichen Gebiete Deutschlands
schleppend bis gar nicht, da immer noch beachtliche Investitionen nötig
sind und die potentiellen Anbieter eher vorsichtig taktieren. Die erste
Lizenz - von insgesamt fünf, die 2006 ersteigert wurden - ist
zwischenzeitlich zurückgegeben worden. Die für Niederbayern und die
Oberpfalz zuständige Telefongesellschaft Televersa GmbH begründete den
Schritt mit mangelndem Interesse der Bevölkerung an dem neuen Medium und
verweist auf alternative Technologien wie DSL über Satellit. Auflage aus
der Ersteigerung ist die Anbindung der jeweiligen Gebiete von 15 % bis
Ende 2009, was die Televersa GmbH wohl in Zugzwang gebracht hat - 25 %
bis 2011 werden Behördenseitig angestrebt.
Weitere Lexikon-Einträge:
WTAI Telefontarife Netzbetreiber Java Portabilität
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