NAS
(Network Access
Server) wird die Server-Software genannt, über die sich Benutzer Authentifizieren, um Zugang zu einem
Netzwerk zu bekommen.
Der NAS bildet die Schnittstelle zwischen dem Zugangsnetz (Intranet / PSTN) des Benutzers und dem Zielnetz (Internet / Intranet), er übernimmt die Aufgaben Authentifizierung, Autorisierung und Accounting:
- Authentifizierung
Über die Anmeldung (Login) am System, mittels Benutzername und Passwort, wird der Benutzer erkannt. - Autorisierung
Der Benutzer erhält verschiedene Rechte, die den Zugriff auf die Ressourcen regeln (Welche Verzeichnisse und Dateien darf der Nutzer sehen, welche verändern, usw.). - Accounting
Zur Abrechnung des Datenaufkommen oder der Zeit und für statistische Zwecke, werden verschiedene Daten des Zugangs gespeichert.
Bei größeren Netzen sind diese Aufgaben in sogenannte AAA-Server ausgelagert (Triple-A-Systeme - Authentication, Authorization, Accounting). Diese kommunizieren mit dem NAS in der Regel über das RADIUS-Protokoll (Remote Authentication Dial-In User Service), welches nach dem Client-Server-Prinzip arbeitet und als Quasi-Standard gilt.
Zukünftig wird die Weiterentwicklung von RADIUS, das DIAMETER-Protokoll, zunehmend eingesetzt werden. Es hat einen 32-Bit-AVP-Adressraum, der mehr als 256 verschiedene authentifizierbare Entitäten bietet und Verschlüsselung über Transport Layer Security (TLS).
Beispiele für Network Access Server sind:
- Dialup-Server
- VPN-Concentratoren
- WLAN-Access-Points
- Firewalls