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GPRS |
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Informationen über GPRS im DSL Lexikon
GPRS (General Packet Radio Service) ist ein paketorientierter Standard zur
Datenübertragung in GSM-Netzen, der schon 2001 eingeführt wurde.
GPRS erlaubt theoretische Übertragungsgeschwindigkeiten von 171,2
kbit/s, die aber seitens der Mobilfunkbetreiber / -Netze nicht erreicht
werden können. In der Praxis kommen Datenraten von gut 50 kbit/s
zustande, was der Geschwindigkeit eines V.90-Modems gleichkommt und
somit noch unterhalb von ISDN liegt (64 kbit/s).
Ein Vorteil von GRPS liegt in der effizienteren Nutzung des
Übertragungskanals gegenüber HSCSD, da auch "fremde" Datenpakete den
Kanal nutzen können, wenn er gerade nicht belegt ist. Außerdem
ermöglichte GPRS erstmals die Abrechnung über das Datenvolumen - statt
über die Zeit - und verbilligte so manche Dienste. GPRS kann sowohl
PTP-Verbindungen (Point-to-Point), als auch PTM-Verbindungen (Point to
Multipoint) aufbauen und so Daten an Benutzergruppen versenden.
Die GPRS-Technik unterstützt drei verschiedene Geräteklassen, die mehr
oder weniger komfortabel zwischen Datenverbindung und Telefonie
wechseln können:
- Klasse A kann Datendienste über GRPS nutzen und gleichzeitig
Gespräche über GSM führen (Duplex).
- Klasse B kann entweder GRPS oder GSM nutzen und wechselt automatisch
zwischen den Diensten (Halbduplex).
- Klasse C kann ebenfalls nur einen Dienst ausführen, der Wechsel
erfolgt aber manuell (Simplex).
Diese Eigenschaften spiegeln sich auch in den 29 Multislotklassen
wieder, in denen festgelegt ist, wie viele Kanäle für Empfang und Senden
über GPRS und GSM zur Verfügung stehen und welche Betriebsart möglich
ist. Die Klassen1 bis 12 erlauben nur Simplex Betrieb, die Klassen 13
bis18 sind voll Duplex fähig und die Klassen 19 bis 29 unterstützen
Halbduplex.
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