Cookie
(Keks) werden kleine Textdateien genannt, die von
Internetseiten auf der Festplatte des Benutzers gespeichert bzw. gelesen werden und Informationen über ihn enthalten.
Die ursprünglich von Netscape entwickelten "Kekse" sollen den automatischen Datenaustausch erleichtern, wie beispielsweise beim Anmelden auf einer Seite. Wird die Seite aufgerufen liest sie den gespeicherten Cookie aus und der Benutzer braucht seine Anmeldedaten nicht manuell eingeben. Anmeldename und
Passwort sind dann aber in dem Cookie gespeichert.
Weitere Informationen, die ein Cookie enthalten kann, sind die Anzahl der Seitenbesuche, welche Seiten aufgerufen wurden oder wie lange der Benutzer auf den Seiten war. Dadurch lassen sich für die Betreiber der Seiten wertvolle Informationen gewinnen, die unter Anderem für zielgerichtete Werbung benutzt werden. Die Auswertung der Cookies findet über
CGI, Java etc. statt.
Für eine interaktive Nutzung sind Cookies (noch) unabdingbar, z. B. wird beim E-Commerce der Warenkorb solange in Cookies gespeichert, bis die Bestellung erfolgt ist. Allerdings sollten Cookies nur genutzt werden wenn sie unbedingt nötig sind, um nicht zu viele Daten preiszugeben.
Viel zu viele Webanwendungen setzen zudem nicht das Secure-Flag, das dass Auslesen der Cookies nur über gesicherte HTTPS-Verbindungen zulässt. Wird ein Authentifizierungscookie im ungesicherten HTTP von Dritten mitgelesen, kann sich der Angreifer mittels des Authentifizierungscodes als berechtigte Person ausgeben und beispielsweise auf Mailkonten zugreifen.
Die "Lebenszeit" eines Cookies kann unterschiedlich lang sein und von der aktuellen Session bis zu mehreren Monaten betragen. Über den Webbrowser lässt sich der Umgang mit Cookies einstellen: Sie können generell angenommen oder abgelehnt werden, der
Browser kann jedes mal nachfragen oder es werden nur Session-Cookies zugelassen. Die meisten Browser besitzen zudem eine Cookie-Verwaltung, über die die Cookies eingesehen und nachträglich gelöscht werden können.