CLIR
(Calling Line Identification Restriction - Unterdrückung der Rufnummernübermittlung beim Angerufenen) ist ein
Komfortleistungsmerkmal im
ISDN, im
Mobilfunk und seit 1989 auch mit
analogen Telefonen nutzbar.
Das Leistungsmerkmal ermöglicht die Anzeige der eigenen Rufnummer beim Angerufenen dauerhaft oder im Einzelfall zu unterdrücken und hat Vorrang vor
CLIP - der Funktion zur Anzeige der Rufnummer des Anrufers.
Die Grundeinstellung, ob die Rufnummer dauerhaft sichtbar ist und bei Bedarf unterdrückt wird oder dauerhaft unterdrückt wird und nur bei Bedarf sichtbar ist, wird in der zuständigen Vermittlungsstelle eingestellt und ist beim Betreiber des Telefonnetzes zu beantragen. Ebenfalls ist eine generelle Unterdrückung möglich. Verhindert der Anrufer durch CLIR die Rufnummernübermittlung, wird sie trotzdem bis zu Vermittlungsstelle des Angerufenen übertragen und erst dort unterdrückt. Alle Varianten hängen aber von der jeweiligen Anschlussart, dem verwendeten Telefon und dem zuständigen
Telekommunikationsunternehmen ab, die über diese Leistungsmerkmale auch verfügen müssen.
Nur spezielle Einrichtungen, wie Feuerwehr, Polizei oder manche Behörden, haben die Möglichkeit die Rufnummernunterdrückung zu ignorieren. In Ausnahmefällen, wie etwa bei Anrufen mit kriminellem Hintergrund, Stalking und dergleichen, kann per Antrag beim Telefonanbieter die Funktion außer Kraft gesetzt werden (CLIRO - Calling Line Identification Restriction Override). Zudem wird auch an Call-by-Call- oder Preselection-Anbieter (Betreibervorauswahl) die Nummer trotz aktiviertem CLIR übermittelt, da diese die Rufnummer zur Abrechnung benötigen.