ADSL
Asymmetric Digital Subscriber Line ist eine
DSL-Übertragungsart, bei der die Geschwindigkeit der Datenübertragung in Sende- und Empfangsrichtung unterschiedlich ist.
Gerade im Bereich der nicht kommerziellen
Internetnutzung hat sich das Verfahren etabliert, bei dem Daten mit hoher Geschwindigkeit aus dem Netz heruntergeladen (download/downstream), und mit geringerer Geschwindigkeit hochgeladen werden (upload/upstream). Gängige Übertragungsraten sind 1 Mbit/s- 25 Mbit/s (ADSL2+) im downstream und 128 Kbit/s-1024 Kbit/s im
upstream.
ADSL kann über das Telefonnetz übertragen werden, was entscheidend für die schnelle Verbreitung war. Ein
Splittertrennt dabei die Frequenzen für den Datentransport des Internets und der Telefonie, sodass gleichzeitiges Surfen und Telefonieren auch an
analogen Anschlüssen möglich ist. Ein Vorteil, den vormals nur
ISDN für sich beanspruchen konnte, da es über zwei getrennte Kanäle verfügt.
Die Übertragungsgeschwindigkeit kann fest eingestellt werden (Fixed Rate) oder wird beim Aufbau der Verbindung ausgehandelt (RAM - Rate Adaptive Mode). Letzteres Verfahren berücksichtigt temporäre Störungen der Leitung und stellt immer die momentan, maximal mögliche Datenrate ein. Bei der nächsten Synchronisierung (bei der
Telekomalle 24 Stunden) wird sie neu ausgehandelt. Ein weiterer Vorteil von RAM ist die effizientere Nutzung der Leitung, da bei einer festen Datenrate ein nicht unerheblicher Störabstand eingehalten werden muss. Ist die Leitung nämlich kurzfristig derart gestört, dass die (feste) Datenrate unterschritten wird, kommt gar keine Verbindung zustande. Da dies für die Nutzer nicht zumutbar ist, wird ein großzügiger Teil der verfügbaren Bandbreite für eventuelle Störungen reserviert.
Problematisch ist die geringe Reichweite von ADSL. Teilnehmer, die zu weit vom nächsten Hauptverteiler entfernt sind, bekommen nur geringere Geschwindigkeiten. Manche ländliche Gebiete sind aus diesem Grund noch gar nicht erschlossen.